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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Themen Benutzung 966 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 11 arg zusammengeschnurrt und lässt vermuten, dass das Unterschreiten des vorher erreichten „Normal“-Abstands ein Maß für die gesteigerte, jetzige Monografien- Unterversorgung der 1-Schicht-Benutzer abgibt. In den neuen Bundesländern haben sich die anfänglichen Aufbaumittel-Käufe schnell dem Alltags-Niveau der alten 1-Schicht-Universitätsbibliotheken an- geglichen – inklusive dem fatalen neuerlichen Absinken. Der Rückgang ab dem sich gerade abzeichnendem Zwischenniveau 2001–2002 auf zuletzt ca. 1,2 Kauf- bände/Stud. liegt sogar bei 53%. Interessant sind hier auch die Unterschiede im Länder-Anhang (Abb. 7-L). Wem erst einmal klar geworden ist, dass Wissenschaftler an NRW-Universitäten seit je- her gewohnt sind, in ihren Hochschulbibliotheken mit gerade mal halb so viel Zu- gang an aktueller Forschungsliteratur auskommen zu müssen wie ihre Kollegen in Bayern, dem wird auch leicht einsichtig, warum „Exzellenz“-Auszeichnungen eher dorthin vergeben werden als nach NRW, vgl. dazu auch Abb. 10-L (Gedruck- ter UNI-Bestand). Während der E-Journal-Aufbaujahre hat bei den 1-Schicht-Universitätsbiblio- theken der alten und neuen Bundesländer eine drastische Reduzierung des Forschungs-Monografien-Zugangs stattgefunden. 8. Verhältnis ZSS-Ausgaben zu Monografien-Ausgaben Immer mehr Zeitschriftenabonnements und immer weniger Monografien-Zu- gänge können das Ausgabenverhältnis zwischen den beiden Literaturgattungen nicht unbeeinflusst gelassen haben. Abb. 8 zeigt deshalb die ZSS-Ausgaben in % der MONO-Ausgaben an (100%-Linie = Gleichstand). Wo das benutzergemäße Op- timum läge, muss erst noch erforscht werden. (Bezogen auf reine Forschungsliteratur, d.h. analog zu Abb. 7 ohne LBS-Ausgaben, läge das ZSS-Übergewicht noch rund einen Rasterstrich höher.) Erstmals scheint hier ein positiver Einfluss während des E-Journal-Ausbaus erkenn- bar: mit der Umstellung auf Online-Journals scheint bei den alten Bundesländern dem ungebremsten Wildwuchs bei den ZSS-Ausgaben erstmals Einhalt geboten. So stiegen die 2-Schicht-ZSS-Ausgaben zwar noch bis 2002 kräftig auf über das Doppelte der MONO-Ausgaben, erreichten seither aber bislang keine größeren Werte mehr. Auch bei den alten 1-Schicht-Universitätsbibliotheken pendelt nach unaufhaltsamem Anstieg bis 2001 der Verhältniswert jetzt um das 1,6-fache der MONO-Ausgaben (aber s. dazu auch Punkt 11, Durchschnittspreise). In den neu- en Bundesländern ist der Anstieg des Ausgaben-Verhältnisses dagegen noch un- gebrochen, die Linie übersteigt jetzt sogar die 1-Schicht-Werte der alten Bundes- länder.
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