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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Benutzung Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 11 965 Frage: Wo findet man in der DBS die Monografien-Zugänge? Im Grundfragebogen wird seit langem der jährliche Zugang für „Bücher (einschl. Dissertationen), Zeit- schriften und Zeitungen“ gemeldet und in 4 spezielle Untergruppen aufgeschlüs- selt. So ist ablesbar, dass 2009 dieser Jahreszugang aller Universitätsbibliotheken bei ca. 2,5 Mio gedruckten Bänden lag und ca. 103.000 Dissertationen, ca. 304.000 Lehrbücher, 9 Inkunabeln und 3.279 Rara enthielt. Die simple Frage nach den bei- den Hauptgattungen „Und wie teilt sich der Zugang nach Monografien- und Zeit- schriftenbänden auf?“ muss kurioserweise unbeantwortet bleiben, obwohl beide Zahlen in den Bibliotheken zur Bildung der abgefragten Zugangssumme vorlagen. Nur für diejenigen Bibliotheken, die zusätzlich in der Fächerstatistik den „Zu- gang gedruckte Bücher“ gemeldet haben, lässt sich die Monografien-Zugangs- zahl – durch Addition von 37 Einzelfachangaben – eruieren. Die so ermittelte Zahl der Bücher muss, wenn sie von der mitgeteilten Zugangssumme (= Bücher plus Zeitschriften) subtrahiert wird, dann logischerweise die zweite gesuchte Zahl der Zeitschriften- und Zeitungsbände ergeben – schließt der normale Leser aus den Spaltenüberschriften. Seit einer Definitionsänderung ab 2007 im Fragebogen- Kommentar sollen aber bei den Fächer-Meldungen – im Unterschied zur Grund- fragebogen–Zugangssumme – keine „Loseblatt- und Lieferungswerke“ mehr und nur noch „gekaufte Neuerscheinungen“ (= „Titel, deren Erscheinungsjahr maximal 5 Jahre zurückliegt“) gemeldet werden. Damit sind aber „Bücher (im Grundfrage- bogen)“ nicht mehr gleich „Bücher“ (in der Fächerstatistik). Diese aufgehobene Aussage eines Haupttexts (Spaltenüberschrift) durch die ver- steckte Rücknahme im Kleingedruckten (Erläuterungskommentar) ist nicht nur irreführend und daher unzulässig. Sie führt de facto dazu, dass der einzig ermittel- bare Zugangswert für Monografien-Bände seither um einen unbekannten Betrag zu klein ausfällt und der einzig ermittelbare Zugangswert für Zeitschriftenbände um denselben, nunmehr gattungsfremden Wert automatisch angereichert und verfälscht wird. Dazu kommt, dass immer weniger Bibliotheken die Fächerstatistik noch ausfül- len: vor der Umdefinition 2007 waren es noch vier Fünftel der hier untersuchten 78 Universitätsbibliotheken, danach sprunghaft weniger, nämlich nur noch zwei Drittel. In Abb. 7 sinkt für die alten Bundesländer bei den 1-Schicht-Universitätsbibliothe- ken der Ausläufer ihrer Aufbau-Zugangsjahre auf ein Alltagsniveau mit mehrjährig beibehaltenen ca. 2,2 Kauf-Bänden/Stud. ab. Dieses wird während der folgenden E-Journal-Aufbaujahre jedoch weiter um 40% (!) auf zuletzt ca. 1,3 abgesenkt. Die 2-Schicht-Universitätsbibliotheken scheinen dagegen von sämtlichen Zeitläuften unberührt (vgl. dazu aber weiter unten Abb. 11b, MONO-Durchschnittspreise). Der systemvorgegebene Abstand (durch nicht-enthaltene dezentrale MONO-Er- werbungen) zwischen alten 1- und 2-Schicht-Universitätsbibliotheken ist in Abb. 7
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