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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Benutzung Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 11 963 Dem Verfasser ist dieser Zusammenhang zufällig bei früheren eigenen Untersu- chungen aufgefallen: ausbleibender Neuzugang an aktueller Information wird durch verlängerte Benutzung der alten ausgeglichen. Die Kurvenverläufe von Abb. 6b mit den Antragsverlängerungen je aktivem Benut- zer zeigen alle einen Linienanstieg in der rechten Diagrammhälfte, für die alten Bundesländer unten die 2-Schicht-Linie der Universitätsbibliotheks-Teilwerte, da- rüber die 1-Schicht-Linie mit den UNI-Gesamtwerten und die am kräftigsten an- gestiegene Linie für die neuen Bundesländer. Zur einheitlichen Erstausleihen-Basis an allen Universitätsbibliothekstypen (Abb. 6a) addieren sich hier während des ersten Jahrzehnts ganz unterschiedlich kons- tante oder bereits steigende Verlängerungswerte. Danach, während des E-Jour- nal-Aufbaus, setzt ein Verlängerungsanstieg entweder ein oder sich fort bis auf über das Doppelte der Werte bei Berichtsbeginn – und wir sprechen jetzt nicht mehr von der kleinen Fernleihe, sondern von der Ortsleihe mit ihren großen Zah- len! 2009 (nach erfolgtem ZSS-Ausbau) wurden immerhin 15.222.000 Verlänge- rungen mehr getätigt als 1999 (vor dem Ausbau). So verwundert es auch nicht, dass gerade bei den 1-schichtigen Bibliotheken der alten Bundesländer mit ihrem ab 2003 verstärkten FL-Buchbedarf (Abb. 3) auch die Verlängerungszunahme am schärfsten ausfällt. Den Diagrammen im Länderanhang (Abb. 6b-L) ist zu entnehmen, dass der E-Journal-Einfluss am Verlängerungsanstieg recht uneinheitlich beteiligt war. 6c. Vormerkungen Aufschluss darüber, ob genügend Exemplare benötigter Titel vorhanden sind, gibt das Ausmaß, in dem sich Benutzer zu Vormerkungen genötigt fühlen. In allen drei Universitätsbibliothekstypen hat sich dieser Negativ-Indikator während des Berichtszeitraumes mehr als verdoppelt, d.h. heutzutage müssen deutlich mehr Bände vor ihrer Ausleihe vorgemerkt werden als früher. All diejenigen Fälle, in denen ein Benutzer die Universitätsbibliothek buchlos und enttäuscht, aber ohne statistische Spuren, verlassen hat, bleiben wie der Unterwasserteil vom Eisberg unbekannt. Abb. 6c zeigt den Verlauf der Vormerkungen je aktivem Benutzer. Die Linien steigen ab Diagrammmitte (weiter) an, der Zusammenhang mit dem E-Journal-Aufbau ist uneinheitlich. In den gut mit aktuellen Monografien ausgestatteten neuen Bundesländern sind die Vormerkwerte erwartungsgemäß am niedrigsten. Nach bereits eingependel- tem Anfangsniveau stiegen sie während des E-Journal-Ausbaus seit 2000 aller- dings um 73%. Sie haben jetzt den Wert erreicht, mit dem die alten Bundesländer anfangen.
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