Path:
Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 582 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 6 diese konzentrieren sich mehr auf die Speicherung und Verteilung von Informa- tionen, weil sie nur Suche und Textvergleich auf Zeichenkettenbasis erlauben. On- tologiebezogene Systeme stellen gegenüber der Web-2.0-Technologie insofern einen Fortschritt dar, als sie die Daten inhaltsbezogen verarbeiten können und Bewertungen unterstützen. Das kooperative Modell eines Wikis unterstützt den Wissensgewinnungsprozess nur durch die gemeinsame Be- und Erarbeitung von Texten. Im bibliothekarischen Umfeld geht es jedoch in der Regel darum, bereits bestehende Regelungen (z.B. Katalogisierungsregeln) durch Experten weiterzugeben und zu vermitteln. Durch die explizite Verfügbarkeit des Expertenwissens in APOSDLE eignet sich dieses System besonders für Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen. Die Betrachtungen zum Qualitätsmanagement werden hier wirksam: Insbeson- dere durch die Vernetzung der Geschäftsgänge wird eine Weitergabe von (abtei- lungsspezifischem) Wissen notwendig. Die Auskunftsabteilung als Schnittstelle zum Benutzer ist hier im Fokus, da die qualitative Beurteilung der Bibliothek durch den Nutzer unmittelbar erfolgt. Qualitätsmanagement an dieser Stelle beeinflusst die Außenwirkung der Bibliothek nachhaltig. 7. Fazit APOSDLE ist ein System, welches sich sehr gut für interne Weiterbildungszwecke in Bibliotheken eignet. Durch den systematischen Ansatz der Ontologie (Wissens- repräsentation) kommt es der Arbeitsweise von Bibliothekaren entgegen. Der Prototyp zeigt erfolgversprechende Ansätze und Lösungswege zur Unterstüt- zung von Informations- und Wissensmanagement. Für den bibliothekarischen Einsatz müssen jedoch Spezifika berücksichtigt und ausgebaut werden. Dies be- trifft nicht nur die Ontologie, die ausführlicher gestaltet sein müsste, sondern ex- plizit die Verwendung eines kontrollierten Vokabulars bei der Schlagwortvergabe, eine dem bibliothekarischen Umfeld angepasste Liste von Dokumenttypen u.ä. Aus dem Gesichtspunkt einer fortdauernden, partizipierenden Verfügbarkeit und Erweiterung von Wissen füllt APOSDLE hier eine Lücke. Wissen wird im Kontakt mit Nutzern aus vorhandenen Quellen abgerufen, kann verwertet und ergänzt werden, wodurch neues Wissen entsteht. Im Kontext der Dienstleistungsentste- hung wird hier ein kontinuierlicher Prozess angestoßen. In dieser Form kann einer Total-Qualitiy-Management-Philosophie entsprochen werden: APOSDLE gene- riert einen internen Verarbeitungsprozess der Wissensweitergabe, führt Daten und Informationen aus verschiedenen heterogenen Quellen zusammen und bil- det dabei gleichzeitig den Mitarbeitenden weiter. Die im System abgebildeten Workflows (Geschäftsgänge) können hinsichtlich ihrer Veränderungen im Laufe
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.