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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 464 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 5 vorderen Teil stets aus „http://nbn-resolving.de/“ und im hinteren Bereich aus der individuellen URN des Dokuments zusammen. Über diesen Link wird das entsprechende Dokument im Webportal aufgerufen. Neben der Option, Dokumente sofort herunterzuladen, ist auf diese Weise eine dauerhafte Verfügbarkeit der Dokumente sichergestellt. 4. Fazit Für die ULB Düsseldorf eröffnete das Pilotprojekt vielfältige Chancen und Pers- pektiven. Es bestand die Möglichkeit, bei der Gestaltung und Entwicklung der Software mitzuwirken und somit ein Produkt zu erhalten, das passgenau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Zusammenarbeit mit semantics verlief sehr effektiv. Die Testphase wurde erfolgreich abgeschlossen und die Software dauerhaft lizenziert. Gleichzeitig konnte die Aufnahme des Produktionsbetriebs eingeleitet werden. Mittlerweile haben sich auch die ULB Münster und die ULB Bonn für die Arbeit mit diesem Pro- dukt entschieden, sodass der Auftritt der Landesbibliotheken NRW zum Thema E-Pflicht hier Synergie-Effekte nutzen kann. Die Testphase hat gezeigt, dass die aktuelle Gesetzeslage über die Abgabe von elektronischen Amtsdruckschriften aus Sicht der ULB Düsseldorf unbefriedigend geregelt ist. Ein Großteil der Netzpublikationen muss mit hohem personellem Aufwand aktiv im Internet recherchiert und „abgeholt“ werden, damit die Lan- desbibliothek ihrer Verpflichtung der Sammlung, Erschließung und Archivierung nachkommen kann. Eine Informationspflicht seitens der Ablieferer über Neu- erscheinungen und deren Standort würde die Arbeit in den Bibliotheken erleich- tern. Um diesen Mehraufwand zu reduzieren, wäre das automatische Harvesten von Webseiten eine Lösung. Die technischen Möglichkeiten zur Implementierung dieses Verfahrens sind jedoch noch zu klären. Aus Sicht der Landesbibliotheken NRW ist es wünschenswert, dass die Abgabe von Amtsdruckschriften bei der Neufassung des nordrhein-westfälischen Pflicht- exemplargesetzes mitbedacht wird. Die wichtigste Forderung für das neue Pflichtexemplargesetz des Landes Nordrhein-Westfalen ist allerdings die Auf- nahme einer klaren Ablieferungsbestimmung für unkörperliche Medienwerke – unabhängig davon, ob es sich dabei um elektronische Amtsdruckschriften oder kommerzielle Netzpublikationen handelt. Insgesamt bleibt die E-Pflicht auch in Zukunft ein spannendes Terrain für die Re- gional- und Landesbibliotheken.
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