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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 5 435 von bekannten „großen“ Dienstleistern, zumeist regionalen Verbundzentralen, er- bracht werden. Die Universitätsbibliotheken sprechen sich zwar dafür aus, dass die Dienste wei- terhin von den bisherigen Dienstleistern, also im Wesent lichen von einer Verbund- zentrale, erbracht werden. Sie erwarten jedoch, dass bisherige Schwachstellen be- seitigt und die Dienste zeitgemäß und innovativ weiter ent wickelt werden. Dabei bedeutet „innovativ“ nicht nur „Einsatz modernster Tech nik“, sondern auch Modi- fikation gewohnter Denkweisen – bis hin zum Vollzug eines Paradigmenwechsels. Was damit gemeint ist, soll beispielhaft für die Dienste Konsortiale Erwerbung, Katalogisierung und Fernleihe vorgestellt werden: Beim Thema Konsortiale Erwerbung geht es längst nicht mehr allein um den ge- meinsamen Erwerb von E-Medien zu günstigen Konditionen, son dern vor allem um die zügige und komfortable Bereitstellung von Meta daten sowie die langfris- tige Sicherung der erworbenen E-Medien (Lang zeitarchivierung). Die klassische Katalogisierung muss zu einem komplexen, kunden orientierten Metadatenmanagement umgewandelt werden, das auch Datenerweiterungen (u.a. durch Kataloganreicherung, Social Tagging) mit einbezieht. Bei der Weiter- entwicklung der Katalogisierungsregeln muss zwingend darauf geachtet werden, dass als leitendes Prinzip der Benutzerkomfort gilt6. Aber auch bei der Anwen- dung der existierenden Katalogisierungsregeln kann und muss man be achten, dass die existie renden Spielräume offensiv in diese Richtung ausgelegt werden. Das bisherige Hauptziel der Dienstleistung Fernleihe, lokal nicht vorhan dene Be- stände möglichst rasch zur Verfügung zu stellen, ist zu ergänzen um das Ziel, die Anzahl der Fernleihen signifikant zu reduzieren, etwa - durch kundenorientierte Erwerbungspolitik der einzelnen Bibliothe ken: Ausge sprochene Fernleihwünsche müssen komfortabel durch lokale Erwerbungen realisiert werden. - durch automatischen Abgleich zwischen gedruckten und elektro ni schen Be ständen: Es darf (gleichermaßen im Kundeninteresse wie im Sinne des effizienten Ressourceneinsatzes einer Bibliothek) keine Fernleihe z.B. auf ein Buch geben, das als E-Book von der ent sprechenden Bibliothek lizen siert ist. 6 S. hierzu: Statement of International Cataloguing Principles [ICP]. By IFLA Cataloguing Section and IFLA Meetings of Experts on an International Cataloguing Code: http://www.ifla.org/publications/statement-of-international-cataloguing-principles; deutsche Übersetzung (von Susanne Oehlschläger, DNB): Erklärung zu den Internationalen Katalogisierungsprinzipien (2009): http://www.ifla.org/files/cataloguing/ icp/icp_2009-de.pdf.
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