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Volume Heft 3/4

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Themen Gremien 298 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 3/4 feld migrieren. Hintergrund dafür ist die akute Bedrohung der insgesamt knapp 500.000 CD-Tonträger, deren früheste Exemplare aus dem Jahr 1983 stammen, durch physische Schäden und materialimmanente chemische Prozesse. Messun- gen 1994 und 2007 ergaben eine deutliche Zunahme an Lesefehlern, die von In- formationsverlusten bis hin zur Unabspielbarkeit führen. Die Migration der CDs wird mit Hardware, die eine exakte Fehlerdetektion wäh- rend des Einleseprozesses und dessen Protokollierung ermöglicht und damit ein dokumentiertes Qualitätsmanagement erlaubt, von der IT-Abteilung der DNB durchgeführt. Alle auf der CD befindlichen Informationen (Audio, Subcode, Multi- media) werden gespeichert. Im Frühjahr 2010 fand hierzu ein Testlauf mit insge- samt 12.500 CDs statt. Parallel dazu wurde die Erstellung eines digitalen Abbilds der CD durch Digitalisierung der gesamten Begleitmaterialien erprobt. Digitali- sate zu allen migrierten CDs sind in diesem Rahmen durch einen Dienstleister er- stellt worden. Da die Digitalisierung sehr personalintensiv ist und die Kosten der Migration der CDs um ein Vielfaches übersteigt, kann erst weiter digitalisiert wer- den, wenn entsprechende Mittel zur Verfügung stehen. Im Sommer 2010 wurden Anpassungen am Migrationssystem vorgenommen und weitere knapp 6.000 CDs migriert. Im ersten Migrationsjahr konnten trotz Test- phase, technischen Anlaufschwierigkeiten, wenig Personal und Umzug des Be- standes gut 18.200 CDs oder mehr als 4% des Gesamtbestandes an Audio-CDs migriert werden. Nach dem Umzug des DMA nach Leipzig soll 2011 bei entsprechenden Personal- kapazitäten die Migration in einen Regelbetrieb überführt und täglich 500 CDs migriert werden. Je nach weiterem Zuwachs des CD-Bestandes wird das Projekt spätestens 2015 abgeschlossen werden. Übernahme von Phononet-Fremddaten für das DMA Im Rahmen des Projektes Übernahme von Phononet-Fremddaten sollen Daten des größten Anbieters von Fremddaten im Musikbereich als Katalogisierungsbasis in das Katalogsystem der DNB übernommen werden. Die Übernahme beschränkt sich vorerst auf die Metadaten aus dem Produktkatalog für das Musikrepertoire von Phononet. Die Übernahme von digitalen Audio- und Begleitmaterialdaten wird verschoben, da diese entgegen den ursprünglichen Erwartungen nur eine geringe Schnittmenge besitzen und ein eigenes Phononet-Produkt darstellen. Als erster Schritt wurde ein mögliches Datenmodell entwickelt, da neben den Daten zu CDs auch Daten auf der sogenannten Trackebene übernommen und weiterverarbeitet werden sollen. Nach einer Analyse der von Phononet geliefer- ten Inhalte wurde eine vorläufige Konkordanz für die Übernahme der Daten kon- zipiert. In der Folge wird diese umgesetzt, das übrige Importverfahren entwickelt
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