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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Themen Erschließung 186 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 talog-Apps, die man direkt auf dem Smartphone installiert – von letzteren gab es Ende 2010 weltweit ca. 50 Stück. Wie diese aussehen können und was sie für Funktionen bieten, demonstrierte Pohla anhand von zahlreichen Screenshots. Für ca. 3.000 bis 8.000 Euro kann man sich eine eigene Katalog-App von einem Dienstleister wie z.B. der Firma Boopsie programmieren lassen. In der Diskussion kam allerdings auch die Frage auf, ob man mittelfristig überhaupt noch spezialisierte Apps benötigen wird oder ob die immer leistungsfähigeren Geräte künftig nicht ebensogut den „normalen“ Kata- log verwenden können. Der Nutzen des mobilen Zugangs freilich scheint unbestritten. So könnte das Han- dy nachgerade zur „Wünschelrute“ werden: Nach der Recherche auf dem mobilen Gerät wird der Benutzer per GPS zum Bibliotheksgebäude geführt, per W-LAN- Ortung zum richtigen Regal und schließlich per RFID zum gewünschten Medium... was wollte man mehr? Mehr aus den Daten herausholen Über all den Katalogfunktionen darf freilich die Datenbasis, auf der die Kataloge aufsetzen, nicht vergessen werden. Das Potenzial der mit hohem Aufwand erstell- ten bibliothekarischen Erschließungsdaten wird in unseren heutigen Katalogen noch längst nicht ausgereizt, wie Heidrun Wiesenmüller (Hochschule der Medien Stuttgart) in ihrem Vortrag „Erschließungsdaten besser nutzen – geographische Suche mit SWD-Ländercodes“ zeigte. Nur ein kleiner Teil der in den Schlagwortsät- zen enthaltenen Informationen wird für die Recherche ausgewertet – zumeist nur die Ansetzungsform und die Synonymverweisungen. Die übrigen Thesaurusrela- tionen (verwandter Begriff, Oberbegriff, mehrgliedriger Oberbegriff) werden bis- her nur in ganz wenigen Katalogen verwendet.7 Überhaupt nicht genutzt werden die hierarchisch strukturierten ISO-Ländercodes, die nicht nur bei geographischen Schlagwörtern, sondern u.a. auch bei Personen, Körperschaften und Sachschlag- wörtern mit geografischem Bezug erfasst werden – und das, obwohl ihre Nut- zung für die Recherche schon 1993 von Ursula Schulz vorgeschlagen worden war!8 7 Vgl. Heidrun Wiesenmüller: Daten härter arbeiten lassen und besser präsentieren : Sacherschließung und Normdaten in Online-Katalogen. In: BuB 62 (2010) H. 1, S. 48–54, hier S. 51f. 8 Vgl. Ursula Schulz: Einige Forderungen an die Qualität von Normdateien aus der Sicht der inhaltlichen Erschließung für Online-Kataloge. Teil 2: Geographischer Aspekt. In: Bibliotheksdienst 27 (1993), H. 3 ,S. 315–328. Die einzige der Verfasserin bekannte Ausnahme ist der Verbundkatalog des Kunstbibliotheken-Fachverbunds Florenz– München–Rom: Dieser berücksichtigt in der Suchoption „Land oder Region“ auch die Ländercodes, allerdings nur bei geografischen Schlagwörtern. URL: http://www.kubikat.org/mrbh-cgi/kubikat_de.pl
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