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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Themen Erschließung 184 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 erhalten. Innovativ ist auch das automatische Angebot geeigneter Fachdatenban- ken zur jeweiligen Suchanfrage.3 Die E-LIB befindet sich in kontinuierlicher Wei- terentwicklung: So wird derzeit die Suchfunktion noch besser in die Website der Bibliothek integriert, und es gibt Überlegungen, wie das Ranking der Treffer auf der Basis neuartiger Kriterien wie Exemplarzahl, Auflagenzahl oder Impact-Faktor verbessert werden kann. Leonhard Maylein (Universitätsbibliothek Heidelberg) war schon auf der letzten Katalog-Fortbildung im Jahr 2007 zu Gast, als der HEIDI-Katalog noch brandneu war. Drei Jahre später stand sein Beitrag nun unter dem Titel „Dauerbaustelle OPAC? HEIDI hält sich fit für die Zukunft“. Dass ein so zentrales Angebot wie der Katalog einer Bibliothek niemals fertig sein kann und deshalb zur „Dauerbaustel- le“ wird, hält Maylein dabei für durchaus gerechtfertigt: Neue Funktionalitäten werden entwickelt, vorhandene verbessert, weitere Datenquellen eingebunden und Fehler korrigiert. Die Anregungen dafür kommen nur recht selten von den Nutzern selbst – am ehesten noch implizit aufgrund eines seit diesem Jahr durch- geführten „User tracking“ (d.h. einer statistischen Auswertung, wie die verschie- denen Funktionen genützt werden). Explizite Rückmeldungen gibt es hingegen weitaus häufiger von Kolleginnen und Kollegen als von Nutzern. Auch der Blick in andere Kataloge, Fachdiskussionen sowie eigene Ideen können Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung von HEIDI sein. Eine wichtige Rolle dabei spielt die nach Bedarf tagende „OPAC-Runde“ mit Vertretern aller Abteilungen der UB sowie der Institutsbibliotheken. Zu den „Baustellen“ des Jahres 2010 gehörte u.a. die Darstellung originalschrift- licher Katalogdaten, die Einbindung des Recommender-Dienstes BibTip und der Datenbankempfehlungen aus der E-LIB, die Anzeige von Bewertungen aus Libra- ryThing, eine verbesserte Personalisierung (u.a. mit der Möglichkeit, persönliche Notizen zu einem Titel zu speichern) sowie die Anzeige von QR-Codes für Signa- tur und Standort, die man mit dem Handy abfotografieren kann. Im Rahmen der nächsten Projekte sollen u.a. Leihfristen direkt an ein Kalenderprogramm weiter- gegeben werden können. Der Umstieg von der Suchmaschine Lucene auf SOLR wird außerdem neue Möglichkeiten bei der Indexierung bringen. Oft erstaunlich sind die Ergebnisse des „User tracking“: Beispielsweise wird die Ver- knüpfung von Einträgen aus der Suchhistorie, die ursprünglich als ein besonders wichtiges Feature galt, in der Praxis nur in 0,05% der Sitzungen verwendet. Auch die Nutzung der mit hohem Aufwand erstellten englischsprachigen HEIDI-Varian- te bleibt mit 2,26% hinter den Erwartungen zurück. Von den externen Diensten werden BibTip sowie die Treffer aus BASE und dem digitalisierten Zettelkatalog am häufigsten genutzt. 3 Vgl. Martin Blenkle et al.: E-LIB Bremen : automatische Empfehlungsdienste für Fachdatenbanken im Bibliothekskatalog / Metadatenpools als Wissensbasis für bestandsunabhängige Services, in: Bibliotheksdienst 43 (2009) H. 6, S. 618–625.
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