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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 183 de deutlich, dass dabei auch methodische Fragen offen sind: Wie kann ich schnell und einfach in Erfahrung bringen, was meine Benutzer wirklich wollen? Das dafür nötige Rüstzeug in der empirischen Sozialforschung zu vermitteln, wäre ein wich- tiges Thema für eine künftige Fortbildung. Kataloge der Gegenwart Natürlich ist der „Katalog der Zukunft“ in vielerlei Hinsicht längst ein „Katalog der Gegenwart“. An den Anfang wurden deshalb exemplarisch zwei von Bibliothe- karen im „Eigenbau“ entwickelte Systeme – die Elektronische Bibliothek Bremen (E-LIB) und der HEIDI-Katalog der Universitätsbibliothek Heidelberg – gestellt, die als besonders zukunftsweisend gelten dürfen und bereits einen hohen Reifegrad erreicht haben. Die E-LIB, die von Martin Blenkle (Staats- und Universitätsbiblio- thek Bremen) vorgestellt wurde, ist sogar schon seit einem Jahrzehnt (!) in Betrieb. Nichtsdestoweniger ist sie insbesondere im Süden der Republik nicht so bekannt, wie sie es angesichts ihrer Qualitäten verdient hätte. Am Anfang seines Vortrags „10 Jahre E-LIB Bremen – Erfahrungen beim Betrieb eines etwas anderen Kataloges“ wies Martin Blenkle u.a. darauf hin, wie sehr sich die „user experience“ bei einem typischen Produkt von Google oder Apple von der bei einem konventionellen Bibliothekskatalog unterscheidet. Nutzer fa- vorisieren – so die Vermutung – einen zentralen Sucheinstieg, möchten Ergeb- nisse sofort nutzen (im elektronischen Volltext), entdecken gerne neue Aspekte beim Suchen und Stöbern und nicht zuletzt: sie wollen Spaß! Die E-LIB ist von drei Hauptentwicklungslinien geprägt: Erstens sollen damit heterogene Suchein- stiege überwunden werden (die E-LIB bietet mittlerweile 25 Millionen Medien in einem System), zweitens sollen die Benutzer bei der Recherche unterstützt wer- den (z.B. durch computerlinguistische Verfahren) und ihnen weitere Angebote ge- macht werden (z.B. über Empfehlungsfunktionen), und drittens ist sie als „offener Katalog“ konzipiert, der die Integration und den Export von Informationsdiensten ermöglicht (z.B. Weitergabe an Literaturverwaltungs- und Kursmanagementsys- teme, Webservices). Basis für die Suchraumerweiterung der E-LIB ist ein lokaler Meta-Index, der neben den OPAC-Daten u.a. auch Daten von Hochschulschriftenservern, DFG-National- lizenzen, Aufsätze aus E-Journals, digitalisierte historische Bestände und PaperC enthält. Die Benutzereingabe wird durch Vorschläge ? la Google sowie eine Tipp- fehlerkorrektur unterstützt. Besonders bemerkenswert sind die inhaltlichen Such- empfehlungen: So wird etwa aus der Treffermenge eine Wortwolke mit den im Trefferset häufig vorkommenden Schlagwörtern generiert und für Anschlussre- cherchen angeboten. Die Suchanfrage wird außerdem mit der Bremer Systematik abgeglichen, so dass automatisch die passenden Systemstellen angezeigt werden – der Benutzer muss sie nur noch anklicken, um weitere einschlägige Literatur zu
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