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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 159 eines Projekts zur Digitalisierung und virtuellen Rekonstruktion handzerrissener Unterlagen weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der Digitalisierung von außergewöhnlichem Kulturgut gewonnen. Gemeinsam mit diesen Partnern hat die Bibliothek des IAI in einem 18-monatigen Projekt (Mai 2009 bis Oktober 2010) die Anforderungen und Rahmenbedingungen kleinerer Informationseinrichtun- gen zusammengetragen um festzustellen, welche Einsatzkriterien die Digitalisie- rung kostengünstiger und effizienter gestalten könnten. Das Projekt mit dem Titel „Konzeptstudie zur digitalen Bestands- und Kulturguterhaltung“ wurde finanziert von der Investitionsbank Berlin (IBB) sowie dem Europäischen Fonds für Regio- nale Entwicklung (EFRE). Es ist eingebettet in die „Forschungsallianz Kulturerbe“, die 2008 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft ins Leben gerufen wurde, um sich unter der Ver- einigung der Expertise der drei Körperschaften mit verschiedensten Aspekten der Erhaltung des kulturellen Erbes wissenschaftlich zu beschäftigen. In der Anfangsphase des Projektes wurden die für die Digitalisierung in Frage kommenden Materialarten identifiziert und dahingehend untersucht wie sie di- gitalisiert, aufbereitet, präsentiert und gespeichert werden müssen, um den An- sprüchen kleinerer Einrichtungen gerecht zu werden. Hierfür wurde zum Einen ein Fragebogen an Bibliotheken, Archive und Dokumentationseinrichtungen ver- sandt und u.a. deren Bestandszusammensetzung, Erfahrungen und Prioritäten bei der Digitalisierung erfragt. Weitere Informationen wurden bei Besuchen ein- zelner Einrichtungen sowie durch Literaturrecherche zusammengetragen. Die ermittelten Anforderungen wurden schließlich der am Markt verfügbaren Di- gitalisierungstechnologie gegenübergestellt. Zu diesem Zweck wurden die Spe- zifikationen und Teilfunktionen von 65 Scannern, 55 Bildverarbeitungs- und 32 OCR-Programmen sowie 32 Workflowmanagementsystemen zusammengestellt. Dabei wurde evaluiert, ob und mit welchen Funktionen die Technologien die formulierten Anforderungen erfüllen können und an welchen Stellen Potenzial für eine (Weiter-)Entwicklung mit dem Effekt der Kostenoptimierung existiert. In einem nächsten Schritt wurden die Spezifikationen der verschiedenen Techno- logien daher in Bezug auf ihre Fähigkeit zur Prozessoptimierung untersucht, um herauszufinden, welche Hard- und Software mit welchen Funktionen z.B. eine er- höhte Geschwindigkeit, Automatisierung oder Flexibilität erreicht. Durch einen möglichst geringen Aufwand für die Mitarbeiter können schließlich die meisten Kosten gespart werden. An diesen Stellen konnten verschiedene Desiderata, z.B. in den Bereichen Scannen, Metadaten und Qualitätskontrolle, identifiziert wer- den. Deren Entwicklung soll Gegenstand eines Anschlussprojektes sein. Doch nicht nur der häufige Mangel an technischen, finanziellen und personel- len Ressourcen behindert die Digitalisierung des Kulturgutes in kleineren und mittleren Einrichtungen. Im Zuge der Konzeptstudie wurde in verschiedenen
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