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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 158 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 sowie Software für die Bildverarbeitung, das Workflowmanagement und die Op- tical Character Recognition (OCR). All diese Technologien realisieren die Digitalisie- rung von gedrucktem Kulturgut durch eine Bandbreite an Funktionen. So sorgen z.B. Medienvorrichtungen, Aufnahmetechnik, Optik und Beleuchtung für einen bestandsschonenden Scanprozess und die Erzeugung qualitativ hochwertiger Bilder. Die einzelnen Module eines Workflowmanagementsystems unterstützen die Einhaltung der Prozessschritte sowie die Organisation und Verwaltung von Bildern und Daten und verbinden verschiedene Hard- und Softwaresysteme mit- einander. Diese Technologien existieren in einem breiten Kosten- und Leistungs- spektrum. In Kombination verwendet helfen sie, Projekte ganzheitlich den An- sprüchen entsprechend umzusetzen, wie viele Erfahrungsberichte aus der Praxis dokumentieren. Der Bestand wird vom Standort entfernt, bevor der geeignete Scanner für das jeweilige Material ausgewählt und dann die digitale Reproduk- tion erzeugt wird, welche wiederum einer Qualitätskontrolle nach bestimmten Parametern unterzogen wird. Fachpersonal vergibt verschiedene Metadaten, die ebenfalls kontrolliert werden, bevor verschiedene Dateien in Präsentations- und Speicherumgebungen abgelegt werden und der Bestand an seinen Standort zu- rückgeht. Das alles wird nicht nur durch die Anschaffung verschiedener Hard- und Software, sondern auch durch die Einstellung und Schulung von Personal sowie die Ausstattung von Räumlichkeiten realisiert. Es ist also durchaus möglich, den Anforderungen größerer wie kleinerer Einrich- tungen bei der Digitalisierung gerecht zu werden. Allerdings wird schnell deut- lich, dass dies einen Etat für die Finanzierung von Personal und Technik erfordert, den kleinere Einrichtungen nicht zur Verfügung haben. Was ihnen bleibt, ist für jedes neue Projekt Drittmittel einzuwerben sowie Scandienstleister zu beauftra- gen. Dieses Vorgehen bringt jedoch zumeist einen hohen Aufwand bei der An- tragstellung und Auftragsvergabe mit sich. Darüber hinaus verbleibt, trotz der Übertragung des Scannens an einen Dienstleister, die Vor- und Nachbereitung bei der Einrichtung und erfordert so einen Aufwand, der für viele Institutionen mit begrenzten Ressourcen oft nicht zu leisten ist. Was also kann kleineren Einrichtun- gen eine weitgehend autonome Durchführung von Digitalisierungsprojekten er- möglichen? Eine möglichst universell einsetzbare Hardware? Oder ist mehr Auto- matisierung, z.B. bei der Vergabe von Metadaten, die Lösung des Problems der zu hohen Kosten? Antworten auf diese Fragen zu finden hat sich eine Forschungs- kooperation mit Partnern aus Bibliothek und Technologie zur Aufgabe gemacht. Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, einer der führenden Entwickler von technischen Lösungen für die digitale Re- konstruktion fragmentierter Dokumente, und arvato services, ein weltweit agie- render Dienstleister für Massendigitalisierung und professionelles Dokumenten- management, haben in der Vergangenheit in kooperativer Arbeit im Rahmen
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