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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 153 Hier sind Frauen und andere Geschlechter sichtbar 45. Fachtagung der deutschsprachigen Frauen-/Lesbenarchive, -bibliotheken und -informations-/-dokumentationseinrichtungen (ABI) vom 28.10. bis 31.10.2010 in Dresden; Konferenzbericht Karin Aleksander Wer die Bibliothekslandschaft aufmerksam verfolgt, weiß, dass es schon in den späten 1970er Jahren spezielle Frauenarchive, Lesbenbibliotheken, Frauenbuch- läden und -verlage sowie spezielle Informations- und Dokumentationsstellen gab. Einige alte und mehrere neue gibt es heute immer noch. Entstanden aus der Not und bewussten Erkenntnis, Publikationen und Dokumente von Frauen zu sam- meln und damit zu bewahren und sichtbar zu machen, ist diese Aufgabe heute differenzierter. Einerseits müssen viele Frauen-ABI-Einrichtungen diese Ziele bis heute verfolgen, ganz in dem traditionellen Sinne, dass Materialien und Doku- mente von Frauen immer noch herausfallen aus dem gängigen Sammel- oder Erwerbungskanon. Andererseits setzen einige der Einrichtungen auf die durchaus erfolgreiche Strategie, ihre Sammlungen in die „traditionellen“ Bibliotheken und Archive einzubringen mit den daraus folgenden neuen Herausforderungen, die wieder nur die alten Probleme im anderen Kleid sind: nämlich die allgegenwärti- ge, traditionelle (unbewusste, weil gelernte) Praxis, dass Frauen mitgemeint sind und deshalb in den Normdateien und Klassifizierungen immer noch (zu) wenig bis gar nicht vertreten sind. All die, die sich in diesem Feld aktiv betätigen, treffen sich alljährlich zu einer Fach- tagung. Die aktuelle (die 45.!) organisierte das Frauenstadtarchiv Dresden Ende Oktober 2010 in der sächsischen Landeshauptstadt. Diesmal nahmen daran 50 Frauen aus 27 verschiedenen Einrichtungen aus Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz teil. Sie sind meist auch im deutschprachigen Netz- werk i.d.a.1 vertreten, einer Dachorganisation, die selbst wieder in nationalen und internationalen Verbänden2 mitarbeitet. Passend zur Aufgabe und dem Sammelanliegen des Dresdener Frauenstadt- archivs und dem „Jahr der Jubiläen“ 20 Jahre nach den Wendeereignissen von 1989/90 stellten die Organisatorinnen die diesjährige Fachtagung unter den Titel „Frauen-/Geschlechtergeschichte und -geschichten im Wandel der Zeit: Welchen Stellenwert haben Frauengeschichte- und -projektarbeit heute?“. 1 Vgl.: http://www.ida-dachverband.de 2 Z.B. im Deutschen Frauenrat, in FRIDA/Österreich und im Women’s Information Network Europe
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