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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue45.2011 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 147 alles – einfach – sofort: Service in Medizinbibliotheken Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) e.V. vom 27.–29.09.2010 in Mainz Eike Hentschel, Anja Kaiser Die zentrale Fortbildungsveranstaltung für das medizinische Bibliothekswesen im deutschsprachigen Raum fand mit 202 Teilnehmern vom 27.–29.09.10 in Mainz statt. In einem Grußwort wies Univ.-Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin der gastgebenden Johannes-Gutenberg-Universität, in Bezug auf das Tagungsmot- to darauf hin, dass in der Praxis der Informationsversorgung vieles weder einfach noch sofort möglich ist, die AGMB aber zum Erreichen dieser Ziele einen hilfrei- chen Beitrag leistet. Nach Dr. Marianne Bartsch, Universitätsbibliothek Mainz, kommt in dem Motto ein ehrgeiziger Anspruch an uns Bibliothekare selbst und aus der Sicht der Nutzer eine nur allzu verständliche Forderung zum Ausdruck. AGMB-Ehrenmitglied und Gründungsvorsitzender Dr. Franz Josef Kühnen be- schrieb in seinem Grußwort zum 40. Jahrestag der AGMB-Gründung die Krisen- stimmung in der medizinischen Informationsversorgung Anfang der 1960er-Jahre so: Eher wenig, kompliziert und mit Verzögerung. Erst die Aufbereitung des Index Medicus als elektronische Ressource, die Gründung des DIMDI und der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin in Köln sowie letztlich auch der AGMB haben maß- geblich zu einem Umschwung beigetragen. Im Festvortrag setzte sich Univ.-Prof. Dr. Christoph Bläsi, Institut für Buchwissen- schaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, mit den Folgen der über- bordenden Digitalisierung der Kommunikation auseinander. Einige Glieder der Wertschöpfungskette aus Autoren, Verlagen, Buchhandel, Käufern und Lesern sind wegen der technologischen Entwicklung unter Druck geraten und werden nicht mehr unbedingt gebraucht. Die Wissenschaft beschreibt diese Entwicklung mit Disintermediation bzw. „cutting out the middlemen“. Die Betroffenen positio- nieren sich, indem sie das Bewusstsein für ihre Qualitäten zu wecken versuchen. Auch ändert sich im digitalen Zeitalter der Umgang mit Informationen. Die Infor- mationsaufnahme erfolgt nach dem Matthäus-Prinzip, wobei Intuition und Fähig- keit zur Modellbildung verloren gehen. Der Verlust dieses „Aufmerksamkeitsmus- kels“ führt zu einer Blindheit für Informationen, die man nicht erwartet. Im Hauptprogramm der Tagung konnten sich die Teilnehmer in Vorträgen, Arbeits- kreisen, Diskussionsrunden („AGMB-Treffpunkt“), einer Postersession und Work- shops über die gesamte Bandbreite aktueller medizinbibliothekarischer Themen informieren und austauschen. Auf der begleitenden Firmenausstellung informier-
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