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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Betriebsorganisation Themen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 2 145 haltigkeitsaspekten als sehr wünschenswert erweisen kann. Dr. Andreas Degkwitz formulierte zwei wesentliche Voraussetzungen für nachhaltige Projekte – das Ein- vernehmen über projektspezifische Innovationsziele und die daraus resultierende Bereitschaft zu ihrer Finanzierung und zu Veränderung überhaupt. Zugleich sei aber zu berücksichtigen, dass die Ergebnisse von drittmittelgeförderten Vorha- ben oft auch experimentellen Charakter hätten, so dass sich Projektergebnisse nicht zwingend auf die Organisations- und Personalentwicklung auswirken müss- ten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört ganz wesentlich zu nachhalti- gem Personalmanagement. Dr. Arend Flemming gab Einblicke in die Praxis in den Städtischen Bibliotheken Dresden. Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe strategische Bedeutung, so sähen sich 71% der deutschen Unternehmen in der Verantwortung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Die Städ- tischen Bibliotheken Dresden ermöglichen ihren Mitarbeitern flexibilisierte und individualisierte Arbeitszeiten, die selbstverständlich Teilzeitmodelle – auch für Führungskräfte – einschließen. Arbeitszeitmodelle sind an den Lebensphasen der Beschäftigten ausgerichtet. Es gibt großzügige Regelungen zur Telearbeit. Während der Familienphasen wird zu den Beschäftigten Kontakt gehalten. Füh- rungskräfte und Mitarbeiter werden darin unterstützt, ihre Work-Life-Balance zu halten. Die Effekte familienbewusster Maßnahmen – in Studien beschrieben – be- stätigten sich auch in den Städtischen Bibliotheken Dresden in einem niedrigen Krankenstand, in der schnellen Rückkehr nach Familienzeiten und in der schnellen Wiedereingliederung. Dr. Birgit Rößler, Leiterin des Familienbüros der Humboldt-Universität zu Berlin, stellte das Audit familiengerechte Hochschule vor. Im Wettbewerb um die besten Köpfe stünden die Hochschulen vor der Notwendigkeit, sich als familiengerechte Einrichtungen zu positionieren. Das „audit familiengerechte hochschule“ der be- rufundfamilie gGmbH verfolgt das Ziel, die an einer Hochschule vorhandenen An- gebote zu überprüfen, um neue Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. Dabei stehen die Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie im Vordergrund. Das audit beschreibt die relevanten Handlungsfelder Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Informations- und Kommunikationspolitik, Führungskompetenz, Per- sonalentwicklung, Entgeltbestandteile, geldwerte Leistungen, Service für Fami- lien und Studium, weitere wissenschaftliche Qualifikation. Im Dezember 2009 er- hielt die Humboldt-Universität das Zertifikat. Ausführlich stellte die Referentin die bereits vorhandenen Ergebnisse der Auditierung sowie zukünftig zu ergreifende Maßnahmen vor. An dieser Stelle seien beispielhaft einige wenige herausgegrif- fen. Es wird angestrebt, die Gleitzeitregelungen zu erweitern. Es soll ein Konzept für ein echtes Teilzeitstudium entwickelt werden. Studierende mit Kind sollen ein Vorzugsrecht in der Wahl von Pflichtveranstaltungen wahrnehmen können. Die
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