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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Notizen Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 12 1103 Dr. Luzian Weisel, Vizepräsident der DGI, eröffnete die DGI -Fachtagung zum The- ma „Web 3.0 – Wird es das Web der Informationsspezialisten?“ und wies auf die Be- deutung von Informationskompetenz in Bildung, Beruf und Gesellschaft hin. Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Bähr begrüßte die Teilnehmer im Namen des Veranstaltungspart- ners, VDI Bezirksverein Magdeburg. Hatte die Magdeburger Universität vor zehn Jahren noch 5.000 Studenten, so sind es heute 14.000 und der Einsatz von web- basierten Diensten in Form von Lernplattformen und Kommunikationsdiensten ist nicht mehr wegzudenken. Klemens Gutmann, Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Regiocom GmbH, bezeichnete das Web als Verstärker für Anwendungen deren zugrunde liegende Entwicklungen bereits in den 1990er Jahren theoretisch und prototypisch ent- standen sind. Einen anregenden Auftakt bot der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Eckart Gundel- finger, Leiter des Magdeburger Leibniz-Instituts für Neurobiologie, in dem er die Speicherung von Information im Netzwerk des Gehirns beschrieb und deutlich machte, wie wichtig für ein gelingendes Sozialverhalten das Vergessen und die situationsgerechte Interpretation von Informationen sind. Internet-Erfahrung verändert den Gebrauch des Gehirns. Personen mit einem großen Basiswissen profitieren besonders von den vielfältigen Angeboten im Internet, andere laufen Gefahr, bald nichts mehr selbst zu wissen, sondern nur noch, wo sie bei aktuel- lem Informationsbedarf etwas finden. In der darauf folgenden Sitzung ging es um Suchverhalten und den Einfluss von Emotionen auf die Suche sowie um allgemei- ne Prinzipien aus den Neurowissenschaften, die sich auf das Web abbilden lassen, um möglichst effizient mit großen Datenmengen umgehen zu können. Aber auch auf die „Schmauchspuren“, die Nutzer im Web hinterlassen, wies etwa Dr. Klaus Holthausen aus Bocholt hin. Überhaupt spielte die Informationskompetenz durchgängig eine wichtige Rolle. Von der erfolgreichen Aufnahme des Projekts „Informationskompetenz als Schlüs- selfaktor für den Unternehmenserfolg“ gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, berichtete Hermann Köstlbacher vom Ostbayerischen Technolo- gie-Transfer-Institut e. V. (OTTI), Regensburg. Werner Müller, Geschäftsführer von GENIOS, dem wichtigsten Anbieter qualitativ hochwertiger Wirtschaftsdatenban- ken in Deutschland, will mit seinem Angebot demnächst auch in die Schulen gehen. Der zweite bestimmende Themenstrang war das sog. Social Web, Netzgemein- schaften, die sich bilden, um sich über persönliche, berufliche und gesellschaftliche Fragen aller Art auszutauschen und Wissen zu teilen. Firmen müssen sich darauf einstellen, dass ihre Kunden rund um die Uhr kompetente Auskünfte erwarten und Branchengrößen wie die Deutsche Bahn AG beschäftigen bereits große Teams, die fortwährend twittern und auf Fragen oder Kommentare reagieren. Herkömmliche Medien, etwa gedruckte Plakate oder Verkaufsverpackungen, und Online-Ange- bote wachsen zusammen. Mit einem Smartphone lassen sich die eingedruckten
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