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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 45.2011 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 1092 Bibliotheksdienst 45. Jg. (2011), H. 12 3.5 Nutzen für die Content Provider Die Vorteile, die den Content Providern bei einer Teilhabe an der Europeana ver- sprochen wurden, beinhalteten neben einer besseren Sichtbarkeit eine Steige- rung der Besucherzahlen der eigenen Webseite und eine Kontextualisierung der Inhalte mit denen anderer europäischer Kulturerbe-Einrichtungen. Direkt und einfach messbar sind hier lediglich die Besuchszahlen. Hier zeigen erste Rückmel- dungen, dass die Zahl der Webseitenbesuche nur bedingt gestiegen ist.12 Vermu- tete Gründe dafür sind zunächst der niedrige Bekanntheitsgrad der Europeana außerhalb der Fachwelt, aber auch die große Menge der derzeit 20 Mio. Euro- peana-Objekte, in denen Einzelexemplare leicht untergehen. Für einige Partner- einrichtungen ermöglichte die Europeana eine größere Sichtbarkeit auf anderen Wegen: einzelne Partner nahmen an virtuellen Europeana-Ausstellungen teil oder waren mit ihren Objekten als „Featured Item“ auf der Europeana-Startseite oder im Europeana-Blog präsent.13 Insbesondere für kleinere Einrichtungen ist die Prä- senz in der Europeana von hohem symbolischen Wert. 3.6 Ergebnisse des Projekts In Deutschland gelang der Aufbau der Aggregatoren-Infrastruktur mit insgesamt 29 Content Providern und 90.000 Objekten für die Europeana – nach ATHENA, der Deutschen Fotothek und der Bayrischen Staatsbibliothek ist EuropeanaLocal- Deutschland somit der viertgrößte Datenlieferant aus Deutschland. Neben eini- gen großen Einrichtungen wurde es vor allem kleineren und mittleren Einrichtun- gen mit ihren oft regional und lokal bedeutsamen Sammlungen ermöglicht, in der Europeana präsent zu sein – Einrichtungen, die andernfalls oft ausgeschlossen sind von ähnlichen internationalen Projekten. Der Aggregator EuropeanaLocal-Deutschland wird auch nach Projektende von der ZLB weiter betrieben und gepflegt. Seine weitere Ausgestaltung ist jedoch ab- hängig insbesondere von der weiteren Entwicklung der Aggregatoren-Netzwerke nach Inbetriebnahme der „Deutschen Digitalen Bibliothek“ Ende 2011, die dafür eine entscheidende Rolle spielen wird. 12 So verzeichnete Dilibri Rheinland Pfalz (http://www.dilibri.de) in den ersten Monaten nach dem Einspielen seiner Sammlungen mit ca. 1400 Objekten durchschnittlich 70 Zugriffe pro Monat über die Europeana, gegenüber 1300 Zugriffen/Monat über die Suchmaschine Google. Die Europeana-Zahlen haben sich auch im darauffolgenden Jahr nicht wesentlich verändert. Die Zahlen anderer Partner bewegen sich in ähnlichen Größenordnungen. 13 Die Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Schwerin ist mit einem Objekt Teil der Europeana-Ausstellung „Art Nouveau“: http://exhibitions.europeana.eu/exhibits/show/art-nouveau-en
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