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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Notizen 992 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 10 Im weiteren Vortrag schilderte Professor Siebert traditionelle Bauweisen in ver- schiedenen Regionen der Erde. Die bewährte, auf natürlich vorhandenen Bauma- terialien basierende Lehmbauweise in Marokko ist den klimatischen Bedingun- gen angepasst und belastet die Umwelt nicht. Die mehr als tausend Jahre alte Fußbodenheizung in Korea ist eine Heizmethode, die bis heute verwendet wird. Sie ist eine geschickte Kombination aus Feuer und Stein und war Mittelpunkt der sozialen Kultur Koreas. Drittes Beispiel für altbewährtes umweltbewusstes Bauen sind die Windtürme in Dubai. Vor Jahrhunderten erfanden persische Baumeister dieses nachhaltige Kühlungs- und Belüftungssystem. Ohne aufwendige Technik wird durch ein ausgeklügeltes System der Luftströmung und der Ausnutzung des Wärmeentzugs beim Verdunsten von Wasser ein angenehmes Klima in Häusern erzeugt. Außerdem wird das Prinzip auch für Kühlräume und Wasserspeicher ein- gesetzt. Den Schlusspunkt setzte Professor Siebert mit dem „Münchner Tor“ als Beispiel für eine stimmige energieeffiziente Architektur. Die Doppelglasfassade mit zu- sätzlichen Luftschächten ermöglicht die natürliche Belüftung durch Öffnen der Fenster. Durch die Luftzirkulation zwischen den Glasfassaden kommt es zum Kühl- effekt. Die elektrische Beleuchtung und die Jalousien werden tageslichtabhängig gesteuert. Zusätzlich reflektiert ein Teil der Außenjalousie das Sonnenlicht an die Büroraumdecke, so dass die künstliche Beleuchtung reduziert werden kann. In der Abschlussdiskussion der Teilnehmer zeigten sich viele sehr zufrieden mit der Veranstaltung und wünschten, dass in Zukunft eine solche Fortbildungsver- anstaltung in regelmäßigem Turnus stattfindet. Beklagt wurde die geringe Teil- nehmerzahl. Es wurde angeregt, in der Vorbereitungsphase mit den Teilnehmern die vordringlichen Themenschwerpunkte festzulegen, die Veranstaltung dement- sprechend zu gestalten und auf zwei Tage zu reduzieren. Dank der ausgezeichneten Organisation und der praktizierten Gastfreundschaft vor Ort sowie durch die sorgfältigen Planungen im Vorfeld, war die Veranstaltung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr aufschlussreich und gewinnbrin- gend. Eine Wiederholung dieser Fortbildungsmöglichkeit mit einer größeren Teilnehmerzahl zu einem späteren Zeitpunkt wäre wünschenswert, um den kolle- gialen Kontakt weiter auszubauen und zu intensivieren. Dr. Christiane Rambach (Universitätsbibliothek Stuttgart)
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