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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue44.2010 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 708 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 7 Die Universität Wien ist auch Teilnehmerin am Projekt OpenAire – Open Access In- frastructure for Research in Europe, an dem 38 Projektpartner aus 27 europäischen Ländern teilnehmen.33 Die 2008 von der European University Association (EUA) beschlossenen Recom- mendations from the EUA Working Group on Open Access34 gaben den Anstoß für die im Jänner 2010 veröffentlichten „Empfehlungen der Österreichischen Universitäten- konferenz (uniko) zu einer Open-Access-Politik der Universitäten“35. Diese Festlegung der uniko bildet die logische Fortsetzung der Entscheidung von 2004, als die Ös- terreichische Rektorenkonferenz die Berliner Erklärung unterzeichnet hat. 5. Finanzierung & gesetzliche Rahmenbedingungen für Open Access Im Vergleich zum etablierten System des wissenschaftlichen Publikationswesens verursacht auch Open Access Publishing sowohl in der Variante des Goldenen We- ges als auch des Grünen Weges hohe Kosten, die in der Phase eines Paradigmen- wechsels – insbesondere von den Universitäten – zusätzlich zum Abonnement- und Lizenzmodell zu finanzieren sind.36 In Österreich gibt es, abgesehen von der Initiative des FWF, bisher keine Förder- programme nationaler Stellen für Open Access Publishing. Mit dem Inkrafttreten des Universitätsgesetzes 2002 im Jahr 2004 wurden die 21 bundesstaatlichen Uni- versitäten in die Autonomie entlassen. Der Staat fungiert zwar weiterhin als Haupt- geldgeber für die Universitäten, er nimmt allerdings nicht mehr eine gestaltende, sondern eine kontrollierende Rolle wahr. Jährlich haben die Universitäten dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung eine Leistungsbilanz vorzu- legen, in der eine wichtige Kennzahl die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffent- lichungen des Personals, nach Typus von Publikationen, bildet. Explizit darzustel- len sind „erstveröffentlichte Beiträge in SSCI, SCI oder A&HC-Fachzeitschriften“37. 33 http://www.openaire.eu/ 34 http://www.eua.be/fileadmin/user_upload/files/Policy_Positions/Recommendations_ Open_Access_adopted_by_the_EUA_Council_on_26th_of_March_2008_final.pdf 35 http://www.uniko.ac.at/upload/Uniko-Empfehlungen_Open_Access_01_2010.pdf 36 Bauer, Bruno: It’s economy stupid! – Anmerkungen zu ökonomischen Aspekten des goldenen und des grünen Weges beim Open Access Publishing. – In: Information – Wissenschaft und Praxis 60 (2009), H. 5, S. 271–278. http://www.b-i-t-online.de/pdf/IWP2009-5.pdf 37 Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur über die Wissensbilanz (Wissensbilanz-Verordnung – WBV), 15.02.2006. [BGBl. II Nr. 63/2006]. http://www.bmwf.gv.at/uploads/tx_bmwfcontent/wbv.pdf. – Hier explizit Kennzahl IV.2.2 Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Personals [pro Universität, pro Wissenschaftszweig] (nach Typus von Publikationen).
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