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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 618 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 6 Weitere Beispiele für Bilddatenbanken sind die Bildarchive der ETH11 und der BSB12 sowie die Heidelberger Bilddatenbank HeidICON.13 Die genannten Portale stehen hier stellvertretend für institutionsübergreifende Initiativen. Da es sich bei den Gouachen der Königlichen Gartenbibliothek jedoch nur um einen vergleichsweise kleinen Bestand von 170 Abbildungen handelt, kann ein Vergleich mit diesen großen Anbietern nicht maßgebend sein. Außer- dem liegt zumindest beim Bildarchiv der ETH ein kommerzielles Interesse zugrun- de, das entsprechend andere Anforderungen an die Aufbereitung und Präsen- tation der Bilder stellt. Für die Gouachen müssen daher dem Umfang und dem Themenschwerpunkt entsprechende Angebote aus dem Bereich Pomologie bzw. Botanik betrachtet werden. 2. Pomologische Datenbanken Die Gouachen der ehemaligen Königlichen Gartenbibliothek sind einzigartig. In ihrer Anzahl werden sie lediglich von der fast 1.000 Sorten darstellenden Aquarell- sammlung von Korbinian Aigner übertroffen.14 Im Gegensatz zu den Gouachen handelte es sich bei der Sammlung Aigners aber um ein selbst geschaffenes Nach- schlagewerk, das teilweise auf Karton und Aktendeckeln entstanden ist. Aigner hat dabei sowohl eine treffende Farbwiedergabe erreicht, als auch wichtige Kri- terien für die Sortenbestimmung beachtet. So sind die Früchte immer von der Seite gemalt, um die Form zu erkennen. Außerdem sind Kelch und Stiel deutlich zu sehen.15 Das Obstbaummuseum Pfaffenhofen hat 95 ausgewählte Aquarelle Aigners gemeinsam mit eigenen Fotos der Sorten und weiteren Informationen angereichert und als JPEG-Dateien online gestellt.16 In den beigefügten Sorten- informationen sind umfangreiche Angaben zu den Synonymen vorhanden, eine Synonymsuche ist jedoch nicht möglich. Es wird darüber hinaus auch keine ande- re Suchfunktion angeboten. 11 Vgl. http://www.ethbib.ethz.ch/bildarchiv/ 12 Vgl. http://www.bsb-muenchen.de/Bilder.591.0.html 13 Vgl. https://heidicon.ub.uni-heidelberg.de/module/login.php?grid=EZDB-Login 14 Korbinian Aigner lebte von 1885 bis 1966 und wurde in seiner bayrischen Heimat als „Apfelpfarrer“ verehrt. 15 Vgl. hierzu Aigner, K.; Votteler, W. (1994): Äpfel & Birnen. 80 originalgetreue Farbtafeln; Sortennamen in deutscher, englischer und französischer Sprache. München, hier S. 5ff. 16 Vgl. http://www.simon-pfaffenhofen.de/obstler/
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