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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 6 607 schenk und Tausch eingegangen war, sollte nur dann aufgestellt werden, wenn sie auch gekauft worden wäre.“ Wenn ein Buch erworben wird, wird bestimmt, wo es (zunächst) aufgestellt wer- den soll: Handapparat,10 Lesesaal oder Magazin. Klar ist, dass die für Handapparate erworbene Literatur (zunächst) dort aufgestellt wird. Falls Bücher aus Handapparaten zurückgegeben werden, stellt sich die Fra- ge, ob ausgesondert, eine Aufstellung im Lesesaal oder eine Aufstellung im Maga- zin erfolgen soll. Diese Frage muss in der UB der EUV, wie alle Aufstellungsfragen, von den zuständigen Fachreferenten entschieden werden. Die jenseits der syste- matischen Aufstellung (in der UB der EUV: RVK) und der Handapparate liegenden Aufstellungsfragen sind daher: 1. Wird ein Buch erworben? 2. Wird ein Buch im Lesesaal aufgestellt? 3. Wird ein Buch im Magazin aufgestellt? 4. Wird ein Buch ausgesondert? Im Folgenden sollen nur die Fragen 2., 3. und 4. besprochen werden. Die Quantität der vom Lesesaal ins Magazin umgestellten Bücher ist bei der UB der EUV hauptsächlich aufgrund von Platznot, die qualitative Auswahl dieser Bü- cher ist bei uns bisher im Wesentlichen aufgrund der persönlichen Neigungen der Fachreferenten zustande gekommen. Diese Entscheidung und die bzgl. einer Aus- sonderung unterliegt allerlei Zufälligkeiten. Zum Verhältnis einer Aufstellung im Lesesaal zu der im Magazin: Soviel wie mög- lich in den Lesesaal stellen – das spart a) Bereitstellungsaufwendung für das Holen aus dem Magazin und b) macht es die Benutzer zufrieden, weil sie nicht bestellen und warten müssen (in seltenen Fällen können Benutzer umgekehrt auch froh um eine Aufstellung im Magazin sein: Ein dort aufgestelltes Buch wird kaum verstellt sein, ist also mit größerer Sicherheit beschaffbar, als ein im Lesesaal stehendes Buch). Andererseits ist es in vielen Bibliotheken so, dass Medien aus dem Magazin längere Ausleihfristen als die aus dem Lesesaal haben. Die Fragen der Magazinierung und der Aussonderung müssen in geringem Um- fang fachliche Gegebenheiten berücksichtigen; diese Fachspezifika dürfen aller- dings (insbes. von den Fachreferenten!) nicht als Anlass zu Beliebigkeit genom- men werden!11 Der Gestaltungsspielraum für Fachreferenten darf nicht zu groß 10 Die Aufstellung in Handapparaten, d.h. Literatursammlungen in den Büros von Professoren, spielt im Folgenden keine Rolle. 11 Kirchgäßner (2007) verweist auf die Neigung der Naturwissenschaftler, einen aktuellen, vom Ballast überholter Literatur befreiten Bestand zu haben, während Geisteswissenschaftler „möglichst vollständig alles aufheben“ wollen: Die UB der Europa-Universität Viadrina hätte es insofern einfacher, wenn es an dieser Universität
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