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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 602 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 6 Aussonderung oder Aufstellung im Lesesaal bzw. im Magazin Vorläufiges Konzept der UB der Europa-Universität Viadrina (EUV) Henning Klauß Der Aufsatz gilt der Frage, wo Medien aufgestellt werden können und unter wel- chen Bedingungen diese ausgesondert werden sollten. Letzteres soll möglichst konkret gefasst werden. Die Debatten um Aussonderung sind nicht neu, aber oftmals praktisch wirkungs- los oder zumindest nicht ganz so wirkungsvoll wie gehofft, weil diese Debatten nicht hinreichend konkret geführt wurden. Die Brisanz des Themas ist in den letz- ten Jahren angesichts der im Allgemeinen negativen Entwicklung der Budgets von Bibliotheken und die Tendenz, statt Print- vermehrt E-Medien zu erwerben, entschärft, aber keinesfalls erloschen. Zunächst zum Begriff „Konzept“: Dieser Begriff bezeichnet einen klar umrisse- nen Plan für ein Vorhaben. Der allein stehende und damit gänzlich unrelativierte Begriff „Konzept“ könnte daher Erwartungen wecken, die ich mit dem Adjektiv „vorläufig“ relativieren und damit bremsen möchte, denn wir haben keinen Plan, der von tief schürfenden, gar jahrelangen Erfahrungen geprägt ist: Wir haben ein Problem, auf das zu reagieren wir gezwungen sind. Ich bilde mir nicht ein, hierzu alles gelesen zu haben, weiß aber, dass hier neben theoretischen Überlegungen auch praktische Erfahrungen wichtig sind. Für entsprechende Mitteilungen wäre ich daher dankbar und erbitte sie hiermit. In allen Bibliotheken muss entschieden werden, ob vorhandene Literatur im Lese- saal oder im Magazin aufgestellt oder aber ausgesondert wird. Wenn Bücher nicht ausgesondert werden, sollte fachintern geregelt werden, welche Bücher im Lese- saal und welche im Magazin aufgestellt werden. Diese partielle Freizügigkeit kann jedoch nur in den unten angeführten Grenzen realisiert werden! Es ist heute, auch wenn es manchmal Bibliotheksneubauten gibt, ziemlich klar, dass viele Bibliotheken nicht auf einen Erweiterungsbau zu hoffen brauchen. Deshalb müssen fast alle Bibliotheken dauerhaft mit dem derzeit verfügbaren Raum (Lesesaal und Magazin) ausgekommen. Falls aber doch jemals eine Erwei- terung in Frage kommt, so wird diese Genehmigung (abgesehen von den dann vorfindlichen räumlichen und finanziellen Bedingungen) an den Nachweis der Bibliothek gebunden sein, dass nicht benötigte Literatur seit Jahren konsequent ausgesondert wird: Ein „irgendwie“ gewachsener, d.h. nicht im Detail begründ- barer Bestandsaufbau wird dann nicht als Argument für einen Erweiterungsbau taugen! Es bedarf dann eines theoretisch ausgewogenen und langjährig praktisch durchgeführten Konzeptes für einen Bestandsaufbau – wozu auch eine partielle
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