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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Betriebsorganisation Themen Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 6 597 Schwächen einer Untersuchung unterziehen will, an der sich eine zukunftsorien- tierte Profilierung der entsprechenden Unternehmung anschließt.6 Der große Vorteil von Wissensbilanzen ist, dass sie im Gegensatz zu diversen anderen Stra- tegieinstrumenten den theoretischen Überbau der Institution mit den tatsächli- chen Organisations prozessen, Dienstleistungen und vorhandenen Kapitalebenen (Human-, Struktur- und Beziehungskapital) zusammenstellt und Interdepen- denzen aufzeigt. Über diese Interdependenzen wird nicht nur das Bewusstsein für die zahlreichen immateriellen Faktoren, die den Erfolg der Organisation aus- machen, geweckt, es wird auch aufgezeigt, ob der eruierte Ist-Stand der Stärken und Schwächen kongruent zu den formulierten Zielen und strategischen Über- legungen ist. Inkongruenzen können somit abgeglichen werden, entweder in- dem die Zielsetzung modifiziert oder Kapitaldimensionen angepasst werden. Indikatoren, die in diesem Prozess vergeben werden, können hier auch quantita- tive und somit messbare Anhaltspunkte für das Management von immateriellen Erfolgsfaktoren liefern. Die Wissensbilanz der Mannheimer Zentralbibliothek7 greift auf die vom Bundes- ministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Zusammenarbeit mit dem AK Wissensbilanz entwickelte Toolbox „Wissensbilanz – Made in Germany“8 zu- rück. Nach einer Beschreibung des Geschäftsmodells wird anhand verschiedener Geschäftsprozesse Intellektuelles Kapital unterteilt in - Humankapital als Oberbegriff für die Kompetenzen, Fertigkeiten und Motiva- tionen der Menschen, - Strukturkapital als Oberbegriff für vorhandene und eingesetzte Strategien und Strukturen, die eine (erfolgreiche) Teilhabe ermöglichen, - Beziehungskapital als Oberbegriff für das Geflecht aus externen Kontakten, in- ternem Zusammenspiel und genereller Vernetzung. Ziel der Wissensbilanz „Made in Germany“ in der Zentralbibliothek Mannheim ist es, Wissensbilanzen. Ein strategisches Managementinstrument auch für Bibliotheken. Berlin: BibSpider 2009 und Klug, Anna Kathrin: Wissensbilanzierung in Bibliotheken. Chancen und Probleme des Modells „Wissensbilanz – Made in Germany“. Wiesbaden: Dinges & Frick 2010 (BIT online Innovation) 6 Sehr fundierte Einführungen in das Bilanzieren von Wissen bieten ausführlich Mertins, Kai / Alwert, Kay / Heisig, Peter: Wissensbilanzen – Intellektuelles Kapital erfolgreich nutzen. Heidelberg: Springer 2005 und als Überblick Schuster (2009) 7 Die Zentralbibliothek Mannheim ist die größte Öffentliche Bibliothek der Metropol- region Rhein-Neckar mit einem Medienbestand von ca. 110.000 Einheiten, ca. 20 Mitarbeitern und etwa 520.000 Entleihungen im Jahr. Mehr Informationen finden Sie unter www.stadtbibliothek.mannheim.de 8 akwissensbilanz.org
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