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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Betriebsorganisation 596 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 6 Wissensmanagement ist im Bibliotheksbereich nur in einigen wenigen Aufsätzen der Fach öffent lichkeit Thema gewesen, zumeist – wie im obigen Ansatz – eher ge- neralistisch definiert.2 Wissens management, so die Aussage der bisherigen Publi- kationen, aber auch vor allem die Zwischen ergeb nisse meiner Dissertation schon einmal vorwegnehmend, „[…] findet in Öffentlichen Bibliotheken in vielfältiger Form statt. Der Begriff ‚Wissensmanagement’ ist bekannt und zwei der britischen Experten führen sogar die Berufsbezeichnung „Knowledge Manager“. Der Begriff „Intellektuelles Kapital“ ist dagegen weitaus weniger präsent und wird oft negativ besetzt. […]“3 Das Instrument der Wissensbilanz greift diesen Begriff des intellektuellen Kapi- tals nicht nur in seiner englischen Terminologie (Intellectual Capital Report) auf, sondern auch in seiner inhaltlichen Intention über die Eingliederung der Wissens- bilanz in das Systemische Wissensmanagement einer Institution: Systemisches Wissensmanagement.4 Systeme setzen sich aus einer Vielzahl von Elementen (Organisationseinhei- ten und Personen) zusammen. Sie entwickeln dabei eine Komplexität, die sich durch die einzelnen Komponenten und deren Eigenschaften nicht mehr beschreiben lässt. Systemisches Wissensmanagement verbindet Wissen von Personen und Wissen von Organisationen. Es untersucht die Rolle, Aufgaben und Ziele der einzelnen Komponenten unter systemischem Blickpunkt. Systemisches Wissensmanagement konzentriert sich […] auf die Regeln, Strukturen und Ziele des Systems Kommune in seiner Funktion als „Stakehol- der“ und Auftraggeber der einzelnen Öffentlichen Bibliothek, auf die Rolle der Öffentlichen Bibliotheken als Gesamtheit innerhalb des Systems Gesellschaft, auf den Endnutzer der Öffentlichen Bibliothek – den Bürger als Souverän und Kunde. Kurz gesagt: Systemisches Wissensmanagement untersucht Interdependen- zen im systemischen Zusammenspiel von Gesellschaft, Kommune, Öffentli- cher Bibliothek und Bürger. Untersuchungsinstrument dafür ist „die“ Wissensbilanz, die – angelehnt vor al- lem auch an Bausteinen des Qualitätsmanagements5 – immateriale Stärken und 2 Eine Recherche ergab, von einem weit gefassten Rechercheergebnis ausgehend, neun in Frage kommende Artikel, an dreien davon hat der Autor dieses Praxisberichts mitgewirkt. 3 „Ergebnisse der ersten Befragungsrunde“. Unveröffentlichtes Ergebnispapier aus meiner Dissertation 4 Glossar zu „Potentielle Funktionen von Wissensmanagement in Öffentlichen Bibliotheken“. Unveröffentlichtes Arbeitspapier aus meiner Dissertation 5 Vgl. hier auch in Zusammenhang mit weiteren strategischen Managementinstrumen- ten die für Bibliotheken primär relevanten Publikationen Schuster, Alexander:
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