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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Betriebsorganisation Themen Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 6 573 gonnen hat als in vielen anderen Ländern, soll sie nach einer aktuellen Studie bis zum Jahr 2020 auf 81% aller Berufstätigen ansteigen.4 Durch die genannte fortwährende technologische Entwicklung werden auch in Bibliotheken Auf gaben und Schwerpunkte umverteilt. Standortunabhängige Arbeit ist dadurch erst möglich ge worden. Dennoch haben deutsche Bibliothe- ken erst Ende der 1990er Jahre auf Bitten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hin begonnen, Pilotprojekte für Telearbeit einzuführen. Inzwi schen gibt es immer mehr Bibliotheken, an denen Telearbeit zur Selbstverständlichkeit wird.5 Als Bei- spiel soll am Ende dieser Arbeit die Telearbeit in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vorgestellt werden. Zu diesem Zweck wurde ein kleiner Fragenkatalog an das Orga nisationsreferat und an die betroffenen Abteilungs- leitungen geschickt und für diese Arbeit ausge wertet. Dies kann jedoch nur als Stichprobe gelten und hat keinesfalls den Anspruch einer grundsätzlichen quali- tativen Analyse von Telearbeit an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußi scher Kul- turbesitz. Dennoch bietet diese Stichprobe einen exemplarischen Einblick in die reale Umsetzung von Telearbeit an deutschen Bibliotheken. Wenn im Folgenden von Führungskräften gesprochen wird, so sind die Abtei- lungsleiterinnen und -leiter gemeint, die mit der Implementierung von Telearbeit beauftragt sind. 1. Was ist Telearbeit? Für den Begriff Telearbeit existieren unterschiedliche Definitionen. Eine einheit- liche Terminolo gie hat sich bisher nicht durchgesetzt. Begriffe wie Teleheimarbeit, Fernarbeit, Satellitenbüro oder Telecommuting werden gleichermaßen genutzt.6 Dieser Arbeit wird die Definition aus dem Leitfaden für flexibles Arbeiten in der 4 Vgl. Stiehler, Wolfgang, „Eine Frage des Vertrauens“, online: http://www.spiegel.de /wirtschaft/0,1518,395489,00.html (1.3.2009). Eine US-amerikanische Studie hat dagegen festgestellt, dass in den 1990 untersuchten 60 Bibliotheken bereits 12% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit in Form von Telearbeit ausführten. Vgl. Blake, Monica, Teleworking for library and information professionals, London 1999, S. 41. 5 Eine (nicht vollständige Liste) der Kommission für Bibliotheksorganisation und -betrieb der UB Augsburg nennt: UB Augsburg, BSB, Bibliothek des Bundes- ministeriums des Inneren, FU Berlin, Zentral- und Landesbibliothek Ber lin, UFB Erfurt, Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung, TIB Hannover, Märkische FH Iserlohn und Hagen, UB Konstanz, FH München, TU München. UB Regensburg. Vgl. Einführung von Telearbeit in Bibliotheken. Eine Checkliste der Kommission für Bibliotheksorganisation und -betrieb. Stand: VII.2002, online: http://www2.bibliothek.uni-augs burg.de/kbb/telearbeit-einfuehrung.html (1.3.2009). 6 Vgl. u.a. Bernard, U. u.a. (2005). „Der Einfluss von Telearbeit auf das Team: empirisch analysiert am Beispiel eines Versicherungsunternehmens“, in: Zeitschrift für Personal- forschung (2005) 19/2, 120–138, S. 130.
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