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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 456 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 5 sonst empfiehlt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Beantragung von Digitalisierungsprojekten nachdrücklich den Einbezug einer OAI-Schnittstelle zwecks Einbindung der Metadaten in übergeordnete Rechercheinstrumente16; für die Erlangung des DINI-Zertifikats für Dokumentenserver ist die Unterstützung des OAI-Protokolls eine der Mindestanforderungen17. Mit Blick auf die im vorliegenden Beitrag betrachtete Situation in der Biologie er- scheinen bei den drei Ansätzen a) bis c) zunächst ein Bewusstseinswandel und entschiedene Anstrengungen seitens der Betreiber von Digitalisierungsprojekten erforderlich. Denn gegenwärtig verfügt nicht einmal BHL über einen brauchbaren Katalog bzw. über eine OAI-Schnittstelle (es ist jedoch derzeit eine Schnittstelle in Vorbereitung). Bei Projekten, die bereits abgeschlossen sind, kann in absehbarer Zeit wohl nicht mit einer Verbesserung der Situation gerechnet werden. Der Ansatz d) – unter Einbeziehung einer Gemeinschaft interessierter Benutzer – sollte nicht leichtfertig verworfen werden; denn vielfach wird auch von biblio- thekarischer Seite in solchen Ansätzen, die Web 2.0-Aspekte aufgreifen, weiter- hin großes Potenzial gesehen. Jedoch zeigen die bisherigen Erfahrungen beim Aufbau des Internetquellen-Führers bei vifabio, dass es zumindest für eine länger andauernde Startphase schwierig sein kann, ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem nicht-bibliothekarischen Bereich zu gewinnen. 4. Ein Ausblick Einstweilen müssen sich Biologen und Bibliothekare damit abfinden, dass die Ak- tivitäten zur digitalen Verfügbarmachung der biologischen Literatur sich auf viele Einzelprojekte verteilen und dass die Suche nach einem bestimmten Titel sehr aufwändig sein kann. Um einen Überblick über die Aktivitäten zu gewinnen und zu behalten, bietet vifabio, die Virtuelle Fachbibliothek Biologie, mit den oben dargestellten Websei- ten eine Anlaufstelle. Einerseits bietet die fortlaufend aktualisierte Übersicht von Digitalisierungsprojekten Orientierung; andererseits finden die Benutzer über den Virtuellen Katalog Nachweise von digitalisierten Titeln aus mehreren bedeu- tenden Digitalisierungsprojekten (aber eben bei weitem nicht alle Titel aus allen relevanten Projekten). 16 Deutsche Forschungsgemeinschaft (2009): Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS): DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“. Stand: April 2009. 36 S. [http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/wissenschaftliche_in frastruktur/lis /download/praxisregeln_digitalisierung.pdf, Download 25.06.2009.] Bonn. 17 Vgl. Dobratz, S. & Scholze, F. (2007): Qualitätssicherung durch das DINI-Zertifikat. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 54: 194–198.
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