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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue44.2010 (Rights reserved)

Informationsvermittlung Themen Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 1 43 Verkündung eine wiederholbare Angabe zu den darin enthaltenen Änderungen der verschiedenen Gesetze benötigt. Da sich die dokumentbezogene Metadaten- erfassung am verkündeten Gesetz orientieren kann, lässt sich so eine eigene Än- derungshistorie aus dem jeweiligen Parlamentsinformationssystem erstellen, die auch für ein eigenes „GESTA“ und die Erweiterung von Normenrechtsdatenban- ken ohne Änderungshistorie genutzt werden kann. Hierfür ist eine Erweiterung der Änderungsdaten des Parlamentsinformationssystems um genaue Angaben zu den Arten der Änderungen und den geänderten Paragraphen sinnvoll. Dies ist jedoch mit einem erheblichen Aufwand verbunden, insbesondere wenn wie beim hessischen „GESTA“ der Gesamtbestand an gültigen und bereits außer Kraft getretenen Rechtsvorschriften digital erfasst werden soll. Für eine vorgangsbezogene Erfassung von Gesetzen mit Gliederungsnummern kommt statt der in Schleswig-Holstein realisierten Zuordnung dieser Angaben zu einem konkreten Haupt- oder Nebeneintrag (Deskriptor und Abstract) auch eine Anbindung an das jeweilige Verkündungsdokument eines Gesetzgebungs- vorgang in Frage. Während die verkündungsbezogene Erfassung beim Vorgang weitgehend der dokumentbezogenen Erfassung entspricht, hat eine deskriptor- bezogene Verwaltung über einen Thesaurus – und damit eine indirekte Erfassung zu konkreten Haupt- und Nebeneinträgen des Vorgangs – erhebliche Vorteile. Die Gliederungsnummer muss so nur einmal beim Thesaurusdatensatz eines De- skriptors und nicht mehr für jedes Dokument oder jeden Vorgang getrennt erfasst werden. Außerdem wird nur in diesem Fall über den Hyperlink dem Nutzer immer der passende Deskriptor mit seinem Abstract angezeigt. Da der Beratungsvorgang den gesamten Beratungsablauf vom Gesetzentwurf bis zur Verkündung erschließt, werden bei vorgangs- und thesaurusbezogenen Modellen auch Aspekte des Gesetzentwurfs inhaltlich erfasst, die im verkündeten Gesetz nicht mehr enthalten sind. Erst durch die Kombination mit den formalen Beschreibungsdaten des Verkündungsblatts wird verhindert, dass dem Nutzer unrelevante Treffer präsentiert werden. Eine eigenständige Änderungshistorie ist also im Gegensatz zur dokumentbezogenen Datenverwaltung nicht darstell- bar. Da die Datenbank des schleswig-holsteinischen Landesrechts bereits über eigene Änderungsdaten verfügt, sind die Vorteile einer dokumentbezogenen Metadatenverwaltung für das schleswig-holsteinische Projekt nicht zum Tragen gekommen. Das thesaurusbezogene Modell benötigt zwar den geringsten Entwi- cklungs- und Erfassungsaufwand, es ist aber nur begrenzt erweiterbar.
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