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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue44.2010 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 428 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 5 einer zu prüfenden Datei wirklich um die in den Metadaten erwähnte handelt und um evtl. Beschädigungen festzustellen. Durch den Vergleich der gespeicherten Prüfsumme mit einer aktuell berechneten können Dateien eindeutig identifiziert werden.103 Für Bilder gibt es auch die Möglichkeit inhaltsbasierte Signaturen, die bspw. auf Histogrammen oder Kanteninformationen basieren, anzuwenden. Diese Verfahren sind jedoch mehr oder weniger fehleranfällig, da schon geringe äußere Veränderungen der Bilder (Skalierung) zu einer Nichtübereinstimmung führen. Eine andere Möglichkeit die Echtheit und Originalität eines Objekts zu ga- rantieren, ist ein sichtbares Wasserzeichen,104 was aber häufig als störend empfun- den wird, da es das Dokument großflächig bedeckt. Die Herkunft (im Sinne von Abstammung vom analogen Original) des Digitalisates kann bspw. als Bestandteil der administrativen Metadaten im METS-Element angegeben wer- den.105 2.10 Sicherung der Digitalisate Die DFG empfiehlt die Archivierung auf Festplatten (RAID 5) mit zusätzlicher Spie- gelung.106 Hierbei sind aber bereits bei der Planung des Digitalisierungsprojektes Migrations- und / oder Emulationsstategien zu beachten. „Wird eine Migration aus Mangel an finanziellen Ressourcen ausgelassen, können digitale Daten schnell verschwinden. Dieses Bewusstsein und die daraus folgende finanzielle Verpflich- tung müssen vorhanden sein“.107 Zur Sicherung der digitalen Daten können außer den schon erwähnten Mikro- formen und Servern noch CD/DVD oder Bandlaufwerke verwendet werden. Auf- grund der relativ geringen Speicherkapazität der CDs und DVDs sind diese nicht für große Datenmengen geeignet. Außerdem gibt es keine zuverlässigen Anga- ben über die Lebenserwartung dieser Speichermedien.108 Bandlaufwerke sind re- lativ langsam und müssen regelmäßig bewegt werden, um ein Zusammenkleben 103 Vgl. Knüttel (Anm. 94), darin S. 17. 104 Vgl. Pfenninger (Anm. 28), darin S. 71. 105 Vgl. Knüttel (Anm. 94), darin S. 15. 106 Vgl. http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/formulare/download/12_151.pdf, darin S. 13. Eine Zusammenstellung der verschiedenen RAID-Systeme bietet http://de.wikipedia.org/wiki/Redundant_Array_of_Independent_Disks. 107 Zitat siehe Anm. 45, S. 27. 108 Iraci, J. (2005): The Relative Stabilities of Optical Disc Formats. In: Restaurator, Jg. 26, S. 134–150. Online verfügbar unter http://www.uni-muenster.de/ Forum-Bestandserhaltung/downloads/iraci.pdf. hat zur Klärung verschiedene DVDs und CDs getestet. CD-R war zwar den anderen Testobjekten überlegen, hat aber mit ca. 700 MB eine viel zu geringe Kapazität.
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