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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Digitale Bibliothek 418 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 5 (sofern nicht schon vorhanden) gekauft oder gemietet werden, entsprechende Räumlichkeiten sollten vorhanden sein. Regelmäßige Backups, Wartungen und Updates sind zu beachten, außerdem muss das nötige Personal vorhanden sein, oder ggf. eingestellt werden. Die Vorteile einer In-house-Digitalisierung sind ein- deutig in der Einsparung von Transportkosten und in der schnelleren Wiederver- fügbarkeit für den Nutzer zu sehen. Außerdem brauchen gefährdete Bestände nicht aus der Hand gegeben zu werden.32 Bei der Entscheidung für einen Dienst- leister kann dieser im Haus oder extern arbeiten. Hierbei ist aber die Qualitäts- und Bestandssicherung zu beachten (bspw. Colormanagement, s. S. 10). 2.3 Farbtiefe der Digitalisate Digitalisierungen sind generell in verschiedenen Farbtiefen möglich. Mittlerweile haben sich drei verschiedene Tiefen etabliert: Bitonal (1 bit = 2 Farben), Graustu- fe (8 bit = 256 Farben) oder Farbdigitalisierung (24 bit = 16.777.216 Farben).33 Die DFG empfiehlt Graustufenscans nur noch in Ausnahmefällen durchzuführen. Die- ses Verfahren reduziert zwar die zu speichernde Datenmenge um 2/3 gegenüber dem Farbscan, die Prüfung evtl. doch vorhandener farbiger Anteile im Original gleicht aber die durch den Graustufenscan entstehende Kosteneinsparung wie- der aus. Die Farbdigitalisierung wird daher in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.34 Die Farbdigitalisierung setzt zwingend eine Kalibrierung mittels Farbstreifen vo- raus. Dieses Farbmanagement soll Farbe und Tonwertabstufungen des Originals richtig im Digitalisat umsetzen. Ein Colormanagement-System kann die Farbräu- me von Ein- und Ausgabegeräten abstimmen, um verlässliche und wiederholbare Farbreproduktionen zu ermöglichen. 2.4 Auflösung der Digitalisate Die Auflösung der Digitalisate wird in dots per inch (dpi) angegeben. Ein inch ent- spricht dabei 2,54 cm. Standardauflösungen sind 100, 300 und 600 dpi. Je höher die Auflösung umso höher ist die Anzahl der Punkte pro inch. Je höher die Farb- tiefe ist, desto weniger Anforderungen sind an die Auflösung zu stellen (Grau- stufen / Farbe = 300 dpi, bitonal = 600 dpi). Eine Verdopplung der dpi hat eine Vervierfachung der Datenmenge zu Folge.35 Daher muss vor Beginn eines Digi- talisierungsvorhabens überlegt werden, welche Auflösung gebraucht wird, denn 32 Vgl. hierzu: http://gdz.sub.uni-goettingen.de/entwicklung/workflow-goobi/. 33 Vgl. Bulle (Anm. 20), darin S. 15 34 Vgl. http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/formulare/download/12_151.pdf, S. 7. 35 Vgl. Stockmann (Anm. 30), darin Folie 26.
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