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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Erschließung 32 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 1 verschiedene Versionsstände einer Systemstelle zu identifizieren und in den Ti- teldaten kenntlich zu machen, mit welchem Versionsstand der Titel klassifiziert worden ist. Das Thema ist in der UDC sehr aktuell, da vor kurzem die Religionstafel umgearbeitet wurde und dabei die Hauptklasse 22 von „Bibel“ in „Fernöstliche Religionen“ umbenannt wurde. Die Frage ist nun natürlich, wie man mit all den alten Titeldaten zum Thema Bibel umgeht, die mit udc:22 klassifiziert sind. Dies sind genau dieselben Fragestellungen, die momentan die DDC-Community be- schäftigen. In der nachfolgenden Diskussion (auch in den Pausen) wurde klar, dass beide Communities den Vorteil einer gemeinsamen Herangehensweise sehen und eine Zusammenarbeit begrüßen würden. Als möglicher Termin wurde das nächste EDUG1-Treffen in Alexandria ins Auge gefasst. Die Vortragsreihe 5 zeigte neue Methoden zur Klassifizierung. Im ersten Beitrag stellte Veslava Osinska aus Polen eine neue Methode zur Visualisierung eines Klas- sifikationsschemas vor. Ihren Vorschlag demonstrierte sie am Computing Classifi- cation System (CCS). Die Beispielsammlung enthielt 37.543 mit CCS klassifizierte Dokumente aus der digitalen Bibliothek der ACM (Association for Computing Ma- chinery). Durch die Verwendung von Farbclustern auf einer Kugeloberfläche war es möglich, die Relation zwischen Dokumenten und Klassen anschaulich darzu- stellen, so dass die „Literary Warrant“ einer Klasse deutlich sichtbar wurde. Das be- sondere Potenzial dieser Methode liegt z.B. in der Nutzung für die automatische Generierung und Evaluation von Klassifikationsschemata, der Analyse von Inter- und Multidisziplinarität und in der Vorhersage großer Trends in der Wissenschaft. Mit UDC und Folksonomie beschäftigte sich der Vortrag von Alenka Sauperl aus Slowenien. Erforscht wurden zwei Fragestellungen, zum einen, ob die Terme von Social Tagging mit den verbalen Beschreibungen der UDC übereinstimmen, zum anderen die Beschreibung der Dokumente, wie Genre, Form usw. durch beide Systeme. Überraschend groß waren die Entsprechungen zwischen der UDC und den am häufigsten verwendeten Tags (80%). Auch die zweite Fragestellung wur- de durchaus positiv beantwortet: Tags und UDC-Notationen geben ähnlich über Form und Typ Auskunft. Dieses Ergebnis eröffnet die Möglichkeit einer Zuord- nung zwischen Tags und UDC. Philippe Cousson aus Frankreich beendete diese Reihe. Er diskutierte eine Metho- de zur Anwendung von UDC in einer Bibliothek einer weiterführenden Schule mit 1500 Schülern und 180 Lehrern in Frankreich. Es zeigte sich, dass es für die Schüler nützlich war, die Einschränkungen einer geschlossenen Klassifikation zu überwin- den und diese auf ihre Bedürfnisse einzustellen, zum Beispiel Dokumente nach der Häufigkeit ihrer Benutzung nebeneinander zu stellen. 1 http://www.slainte.org.uk/edug/
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