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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 1 31 kehrende Ansatzpunkte, um das Web mit seinen riesigen Mengen von Daten und Informationen aufzuräumen und dem Nutzer zugänglicher zu machen. Über Terminologiedienste sprachen Ceri Binding und Douglas Tudhope aus Groß- britannien. Bisher, so ihre Analyse der historischen Erschließungssysteme von Bi- bliotheken, pflegte man kontrollierte Terminologien: Normdaten, Klassifikationen und Thesauri. Bei der Erschließung von Webressourcen stehen diesen Systemen Initiativen wie das Social Tagging gegenüber. Terminologische Dienste könnten dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Die Idee ist, dass die Social Bookmarking- Dienste im Hintergrund mit den Wissensorganisationssystemen der Bibliotheken verknüpft sind und dass diese ausgehend von Synonymen etc. Vorschläge für Tags liefern. Um dies zu ermöglichen, müssen die Bibliotheken ihre kontrollierten Vokabulare und eine (standardisierte) Abfrageschnittstelle über das Web zur Ver- fügung stellen. Diesen Denkansatz demonstrierten die Vortragenden am STAR- Projekt (Semantic Technologies for Archaeological Resources): http://hypermedia. research.glam.ac.uk/kos/star/ Zu den Zielen dieses Projektes gehört es, das Potenzial semantischer termino- logischer Werkzeuge zu erforschen, um den Zugriff auf digitale archäologische Ressourcen zu erweitern. Im zweiten Vortrag (Gordon Dunsire und Dennis Nicholson aus Großbritannien) stand das HILT-Projekt (High-Level Thesaurus) im Vordergrund. HILT hat zum Ziel, die Suche in verschiedenen und verteilten Informationsangeboten nach Themen zu erleichtern. Die Informationsangebote werden zu einer gemeinsamen Informationsumge- bung vernetzt. Das Mapping in der Terminologiedatenbank von HILT erfolgt nach der Hub-and-Spoke-Methode, dabei wird die DDC Notation als „Hub“ verwendet. Terme und Nicht-DDC-Notationen sind die „Spokes“. Notationen als „Hub“ haben den Vorteil, dass sie sprachunabhängig sind und die Anpassung für neue Terme unterstützen. Nach dem Vortrag zu HILT referierten A.R.D. Prasad und Devika Madalli vom Indian Statistical Institute in Bangalore über klassifikatorische Ontologien. Das Thema knüpft an Ranganathans Forschungen über facettierte Klassifikationssysteme an und in ihrem Vortrag diskutierten Prasad und Madalli sowohl grundlegende Fra- gen der Repräsentation des intellektuellen Inhalts eines Dokuments, als auch die Probleme, die Struktur einer facettierten Klassifikation mit SKOS zu beschreiben. Der letzte, aber auch interessanteste Vortrag der Session kam von Antoine Isaac von der VU Amsterdam. Nach einer kurzen Einführung in SKOS (S steht für Simp- le, d.h. SKOS befasst sich nicht mit allen Spezialitäten aller Wissensorganisations- systeme) setzte er sich mit dem Thema Versionierung von einzelnen Klassen in der UDC und deren Möglich- und Schwierigkeiten auseinander. Dazu gehört
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