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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Erschließung 1136 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 12 Eine Systematik für die Medienwissenschaft Ralph Hafner Der Konstanzer Bachelor- und Master-Studiengang Literatur – Kunst – Medien er- freut sich mit rund 350 Studierenden1 zunehmender Beliebtheit, die Bestände der Bibliothek der Universität Konstanz dazu wachsen erfreulicherweise weiter und werden – zumindest im Bereich Literatur und Kunst – nach der hauseigenen Kons- tanzer Systematik differenziert und frei zugänglich aufgestellt, so dass man direkt ans Regal gehen kann, um dort zu einem Thema zu browsen und sich inspirieren zu lassen. Leider trifft – inzwischen darf man sagen traf – das nicht für den Bereich Medienwissenschaft zu. Für sie gab es in Konstanz keine Systematik, lediglich eine Stelle für Mediengeschichte und eine für Medientheorie, untergebracht im Be- reich „Theater, Film, Fernsehen“ zwischen Rundfunk und Hörfunk, also gewisser- maßen in einer klassifikatorischen Notunterkunft. Die Folge: Mangels einer geeigneten Klassifikation für die Medienwissenschaft wurden die medienwissenschaftlichen Neuzugänge in der Bibliothek seit Jahren über alle Fächer verstreut aufgestellt: Viel landete in der Soziologie, dort im Be- reich Kommunikations wissenschaft2, anderes landete in der Filmwissenschaft, manches in der Literatur wissenschaft oder der Kunstwissenschaft und wieder an- deres in der Philosophie oder in der Kulturwissenschaft. Ziel war es, die medienwissenschaftlichen Bestände unter einer schlüssigen, hin- reichend differenzierten Systematik zusammenzuführen, um es zu ermöglichen, auch hier mit Spaß in diesem Bestand zu browsen und unseren Medienwissen- schaftlerInnen ein paar Kilometer beim Zusammensuchen ihrer Literatur zu er- sparen. Virtuelle vs. reale Zusammenführung der medienwissenschaftlichen Bestände Verfolgen lassen sich nun zwei prinzipiell verschiedene Ansätze mit unterschied- lich großem Aufwand. Eine Möglichkeit wäre es gewesen, die verstreuten medien- wissen schaftlichen Bestände rein virtuell zusammenzuführen, wie das beispiels- weise für die informations wissenschaftlichen Bestände an der UB Hildesheim 1 Stand vom Sommersemester 2010. 2 In der Konstanzer Systematik hat es auch die Kommunikationswissenschaft nicht zu einer eigenen Fachsystematik gebracht, sondern ist ähnlich wie in der DDC in einem Bereich Kommunikation innerhalb der Soziologie verortet worden.
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