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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 44.2010 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 1114 Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 12 Die digitale Bibliothek – Auf der Suche nach einem Phantom Bericht über die Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft Inka Tappenbeck Am 26. und 27. Oktober 2010 trafen sich die Mitglieder der Internationalen Buch- wissenschaftlichen Gesellschaft (IBG)1 und interessierte Gäste in der Herzog Au- gust Bibliothek Wolfenbüttel. Unter der Leitung des Vorsitzenden der IBG und Direktors der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Prof. Dr. Wolfgang Schmitz, und des stellvertretenden Direktors der Herzog August Bibliothek, Dr. Thomas Stäcker, diskutierten Wissenschaftler und Bibliothekare zwei Tage lang in der Au- gusteerhalle über die Chancen und Risiken, die mit der zunehmenden Dominanz des Digitalen – digitaler Objekte und Prozesse – in Bibliotheken und Wissenschaft verbunden sind. Alle Interessierten, die an der Tagung nicht teilnehmen konnten, haben die Möglichkeit die Beiträge in einem Tagungsband nachzulesen, der im Nachgang zur Tagung erscheinen wird.2 Eröffnet wurde die Tagung durch den Hausherrn der Herzog August Bibliothek, Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer.3 In seinem Grußwort thematisierte er die Situ- ation der Wissenschaft im 21. Jahrhundert und betonte, dass zentrale Fragestel- lungen, wie beispielsweise die mit der digitalen Archivierung verbundenen, der- zeit keineswegs als gelöst angesehen werden können. Auch Schmitz begrüßte als Vorsitzender der IBG die Teilnehmer; es folgte eine inhaltliche Einführung in die Thematik der Tagung durch Stäcker. Die Reihe der Vorträge wurde mit dem Beitrag von Uwe Jochum (Konstanz) eröff- net. Unter dem Titel „Hand und Wort: eine anthropologische Reminiszenz zum di- gitalen Ende der Bibliotheken“ vertrat Jochum die These, dass mit der weitgehen- den Umstellung der Bibliotheken auf digitale Medien der allgegenwärtige Bruch mit einer jahrtausendlangen Kontinuität des Umgangs mit autoptischen Medien beschleunigt und verstärkt werde. Autoptische Medien definiert er als solche, die ohne weitere technische Hilfsmittel rezepiert werden können und nennt als Beispiele hierfür sogenannte „Wandmedien“, wie etwa die Höhlenmalereien von Lascaux, sowie „Handmedien“, hier vor allem das klassische Buch. Ausgehend von seiner These, dass die Materialität der Medien einen Spielraum für die Förderung 1 Homepage der IBG: http://www.buchwiss.de/ 2 Informationen zu den Publikationen der IBG: http://www.buchwiss.de/index.php?article_id=9 3 Im Weiteren wird aus Gründen der Lesbarkeit auf die Anführung von akademischen Titeln verzichtet.
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