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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Informationsvermittlung Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 8/9 907 formation Literacy in einem universitären Curriculum. Da Bibliothekare als Leh- rende nicht mit den Spezifika der jeweiligen Fächer vertraut sein können, erweist es sich – so Katarina Jandér (Lund University, Schweden) – als erfolgreich, wenn Fachwissenschaftler und Informationsspezialisten gemeinsam solche Kurse an- bieten. Allerdings scheint ein einziger Pflichtkurs in Informationskompetenz noch nicht die nötigen Fähigkeiten zu entwickeln, die in der Forschung gefordert sind. Trotz Kurs nutzen Studierende (nach vorliegender Untersuchung: in Australien) nicht etwa Qualitätsdatenbanken, sondern Webressourcen zweifelhafter Quali- tät, die alle den „Vorteil“ haben, leicht zugänglich zu sein. JoAnne Witt (Charles Darwin University, Australien) rät zu einem zweiten, aufbauenden Kurs, in dem Zitationsanalyse und Bibliographieren gelehrt wird. Was bedeutet Evidenzbasie- rung für die Ausbildung von Bibliothekaren und Informationsspezialisten? Klare Antwort: Die Information Professionals müssen stets über die optimale Evidenz für ihr Tun verfügen. Das Problem dabei ist, dass wir heute nicht wissen können, welche Informationspraxis und welche diese fundierende informationswissen- schaftliche Forschung in Zukunft stattfinden wird. Absolventen von heute sind auch in 30 ? 40 Jahren noch im Beruf. Können sie das gegenwärtige Wissen auch dann noch einsetzen? Sehr wahrscheinlich nicht. Birgitta Olander (Lund University, Schweden) betont die Nachhaltigkeit des Studiums, die durch stetigen Wechsel si- chergestellt wird. Der Informationsexperte benötigt folgende sechs Fähigkeiten: Skills in sozialer Kompetenz, Kommunikation, Informationsmanagement und In- formations- und Kommunikationstechnik, flankiert von „Openness to Change“ so- wie strategischer Kompetenz (wie Management oder Marketing). Inhalte werden einem sog. „LIS Knowledge Kit“ entnommen, das vier Fächer umfasst: Informatio- nen suchen, verteilen und teilen; Informationen Bedeutung geben; Systeme zur Extraktion neuen Wissens entwickeln; Verständnis für die strategische Bedeutung von Informationen aufbauen. Anreize für problemorientiertes Lernen im Beruf bilden, so Olander, Karrierebewusstsein, -orientierung und -planung. Wer in der Karriereleiter vorankommen möchte, ist gefordert, stets up-to-date zu sein und die optimale Evidenz für die professionelle Praxis einzusetzen. Vorträge (Abstracts und Folien): http://blogs.kib.ki.se/eblip5/parallel-sessions.html Poster: http://blogs.kib.ki.se/eblip5/poster-session.html
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