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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Themen Informationsvermittlung 906 Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 8/9 rer Kunden („Was meinen Sie, wie unsere Bibliotheksnutzer unsere Fachkompe- tenz einschätzen?“) und den Beobachtungen der Kunden. An einem Fallbeispiel wird deutlich, wie weit die Urteile beider Gruppen voneinander abweichen kön- nen – ein deutliches Zeichen für eine aufklaffende Lücke zwischen Informations- spezialisten und ihrer Klientel. Spezialaspekte von EBLIP: Von Evidenzreferaten über Schreibgruppen zur Ausbildung Die Zeitschrift „Evidence Based Library and Information Practice“ bringt in jedem Heft „Critical Appraisals“, also Evidenzreferate, zu bibliotheks- und informations- wissenschaftlicher Forschungsliteratur. Hierdurch soll der Informationstransfer von der Forschung in die Bibliotheks- und Informationspraxis angeregt werden. Die bisher erschienenen gut 100 Abstracts haben Lorie Kloda (McGill University School of Information Studies), Denise Koufogiannakis (University of Alberta) und Katrine Mallan (Department of Citizenship and Immigration, alle in Kanada) einer Inhaltsanalyse unterzogen. Merkwürdigerweise ergibt sich, dass viele der For- schungsartikel negativ in ihrem Methodenteil, aber positiv hinsichtlich ihrer prak- tischen Anwendbarkeit bewertet werden. Teilweise kommen Praktiker nicht umhin, eigene Forschungen zur Lösung ihrer Probleme durchzuführen. Da ihnen aber durchaus umfassende Fähigkeiten zur Durchführung von Forschungsprojekten fehlen, ist es ratsam, mindestens einen Forscher in das Projektteam aufzunehmen. Kerstin Rydbeck (Uppsala University, Schweden) erinnert an die typisch schwedische Institution des „Forschungszir- kels“, der sich in anderen Praxisbereichen (etwa dem Erziehungswesen) bewährt hat und nunmehr auf das Bibliothekswesen übertragen wird. Der Forscher hat in diesem „demokratischen Prozess der Wissensgewinnung“ als eine Art Super- visor die Aufgabe, die Praktiker bei der Formulierung der richtigen Fragen und bei der Suche nach adäquaten Forschungsmethoden zu unterstützen. Entstehen aus der Praxis verallgemeinerbare Ergebnisse, so spricht nichts dagegen, diese zu veröffentlichen. Ein probates Mittel, diese – für Praktiker immerhin nicht selbst- verständlichen – Aktivitäten optimal durchzuführen, sind Schreibgruppen, die (so das Poster von Maria J. Grant, University of Salford, UK) interdisziplinär zusammen- gesetzt sein sollten. So wird Publizieren kein ansonsten vernachlässigter „Luxus“, sondern findet durch die kollaborative Erarbeitung Eingang in die Praxis. Evidenzorientierung der Lehre bedeutet zweierlei: Einerseits geht um die Vermitt- lung der Evidenzbasis im Studium aller Fächer, die im Wesentlichen mit dem Auf- bau von Information Literacy zu tun hat; zum andern geht es um die Ausbildung von Informationsspezialisten. Japke Sietske Stobbe (University College of Molde, Norwegen) zeigt in ihrem Poster einen erfolgreichen Einsatz von Kursen zu In-
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