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Volume Heft 8/9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Themen Erschließung 846 Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 8/9 Seit 1964 wird an der RVK als Aufstellungssystematik für die Universitätsbibliothek Regensburg gearbeitet, beteiligt waren die wissenschaftlichen Fachvertreter und Bibliothekare des höheren Dienstes an der Universität Regensburg. Eingearbeitet sind Anregungen anderer Systematiken (LCC und UDK) sowie von der für die Uni- versitätsbibliotheken Bremen und Konstanz entwickelten respektive damals in der Ausarbeitung befindlichen Systematiken. Der größte Vorteil einer Haussystematik – die genaue Abstimmung auf die lokalen wissenschaftlichen und institutionellen Gegebenheiten – wird häufig zugleich als Nachteil für eine potentielle Nachnut- zung gesehen: Datentausch bei einem weniger oder anders ausdifferenziertem Bestand wird bis dato kontrovers diskutiert – wie einige Kommentare zur letzten RVK-Umfrage zeigen. „Wir sind mit der Anwendung der RVK zwischen zufrieden und weniger zufrieden. Einige Systemstellen sind zu wenig kompakt und zu sehr aufgesplittert“ oder: „Die Feingliederung der einzelnen Systematiken und auch innerhalb einer Systematik ist von sehr unterschiedlicher Tiefe“. Gerade für diese Punkte bietet die RVK jedoch so effiziente und qualitative Lösungsmöglichkeiten wie nur wenige andere Systematiken: im Rahmen des (in einigen Fachsystemati- ken – beispielsweise bei den Autorenstellen in der neueren deutschen Literatur – leider inzwischen begrenzten) vorhandenen Stellenrepertoires ist eine adä- quate Ausdifferenzierung jederzeit möglich und wünschenswert. Die RVK kann so den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Diskurs und den neuesten Stand der Forschung abbilden und dies gewöhnlich in einem relativ kurzen Intervall. Diese Aktualität und wissenschaftliche Nachhaltigkeit ist durch die kooperative Orga- nisationsform gewährleistet und zugleich die Chance für alle Anwender sich ak- tiv an der Weiterentwicklung der Systematik zu beteiligen. Nur gemeinsam kann man diesen großen Vorteil der RVK gewinnbringend für alle Beteiligten nutzen. Die vordergründige Heterogenität einiger Fachsystematiken der RVK ist auf ihre Entstehungsgeschichte zurückzuführen, hat aber die anhaltende Erfolgsgeschich- te der RVK keineswegs gebremst. Als Universalklassifikation bietet die RVK zudem einen breiten fachlichen Anwendungsbereich für alle Hochschulbibliotheken. Für eine Volluniversität konzipiert entsprechen die 34 Fachsystematiken der RVK mit der Fächergliederung von „A = Allgemeines“ bis „ZX-ZY = Sport“ der Reihenfolge der Fächer einer klassischen Gliederung deutscher Fakultäten zum Entstehungs- zeitpunkt der Systematik. Diese Reihenfolge ist konventionell und völlig wertfrei in Bezug auf die Bedeutung der einzelnen Fächer. Die RVK als Verbundklassifikation: das Erfolgsrezept Abgesehen von der Möglichkeit der Nachnutzung von Systemstellen liegt ein Erfolgsfaktor der RVK sicherlich in dem bereits erwähnten kooperativen Ansatz und dem damit verbundenen gemeinsamen Gestalten und Weiterentwickeln der Systematik – unter Vermittlung der RVK-Koordinierungsstelle an der Universitäts- bibliothek Regensburg – begründet. Der Regensburger Klassifikationsverbund ist
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