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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Themen Erwerbung 748 Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 7 Was erwarten Bibliotheken von elektronischen Büchern Bericht vom dritten Bremer E-Buch-Tag Adalbert Kirchgäßner Die Firma Missing Link lud zum Dritten Bremer E-Buch-Tag ein, um mit Bibliothe- karen und Verlegern die Nutzung und Weiterentwicklung elektronischer Bücher zu diskutieren. Dieser Einladung folgten Vertreter von neunundzwanzig wissen- schaftlichen Einrichtungen und elf Verlagen. Frau Felba begrüßte die Teilnehmer und stellte zu Beginn die Frage, wie mehr deutsche Inhalte auf die Buchplatt- formen kommen. Zu Beginn referierte Frau Schaeffler von der BSB über „Ansätze zur gemeinschaft- lichen Lizenzierung von elektronischen Büchern“. Es gibt inzwischen regionale, überregionale und internationale Strukturen zum gemeinsamen Einkauf. Diese werden genutzt, um effizienter zu verhandeln, günstiger einzukaufen und Dienst- leistungen gemeinsam zu organisieren. Die Frage ist, wieweit diese Strukturen für die Beschaffung elektronischer Bücher genutzt werden können. Konsortial ein- gekauft wurden inzwischen von Verlagen definierte Sammlungen, sowie Samm- lungen, deren Titel die Bibliotheken jeweils aus einer größeren Gesamtheit aus- gewählt hatten. Vorteile der gemeinsamen Beschaffung sind eine Verhandlung für mehrere Bibliotheken sowie die erzielten Rabatte. Sowohl Käufe bei einzelnen Verlagen als auch Angebote von Aggregatoren verschiedener Verlage wurden konsortial verhandelt und abgeschlossen. Diese Art der Abschlüsse ist nur bei einem Teil der Verlage und auch dort oft nur für einen Teil des Angebotes mög- lich. Abschlüsse wurden von regionalen Konsortien sowie im Auftrag der DFG als Nationallizenzen abgeschlossen. Diese Konsortien haben zum Teil einen hohen Koordinationsaufwand, führen aber dort, wo sie möglich sind, zu besseren Ergeb- nissen als lokale Einzelkäufe. Problematisch ist das Nebeneinander der Angebote gleicher Titel in Paketen, bei Aggregatoren und als Einzeltitel bei den Verlagen, ebenso wie die verlagsseitige Einschränkung, wenn Titel nur in Paketen und nicht als Einzeltitel zu bekommen sind. Vorteilhaft ist, wenn die Bereitstellung und Er- schließung gemeinschaftlich über Dienstleister oder kooperativ erfolgen kann. Im nächsten Beitrag stellte Herr Tapken von Missing Link Ergebnisse aus einer derzeit laufenden Untersuchung von JISC (Joint Information Systems Committee) vor, dem „JISC national e-books observatory project“1, vor. Hier werden in Großb- ritannien ausgewählte Lehrbücher online bereitgestellt, um über zwei Jahre zu untersuchen, wie diese Bereitstellung sich auf das Nutzerverhalten und die Markt- chancen der gedruckten Parallelausgaben zu den bereitgestellten Titeln auswirkt. Wesentliche Ergebnisse sind unter anderem, dass die elektronischen Versionen 1 Vgl.: JISC national e-books observatory project: http://www.jiscebooksproject.org/
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