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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Technik Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 6 649 sert werden. Auch der Kooperationsaspekt68 für die effizientere Erstellung von Transkriptionen ist zentral. Dieser ist ebenfalls Ausgangspunkt der Idee, die Car- rera (2005)69 mit seiner Editions- und Transkriptionsumgebung für mittelalterliche Handschriften verfolgt. Hier wird ein Archive AssistantTM (AA) vorgesehen, in dem die Handschriftenimages mit ihren Metadaten geordnet abgelegt sind. Ein Tran- scription AssistentTM (TA) soll dem Bearbeiter die Transkriptionsarbeit erleichtern, indem er beispielsweise nur teilweise das transkribiert, was er entziffern kann, wobei ein anderer Bearbeiter seine Transkriptionen vervollständigen kann und ein Bearbeiter gleichzeitig mehrere Transkriptionsprojekte verfolgen kann. Im Contribution AccountantTM (CA) sollen die Verdienste der einzelnen Beiträger, die dort namentlich genannt werden, verzeichnet und transparent gemacht werden. Bedauerlicherweise ist der Stand dieses Projekts der Manuscript Transcription As- sistant Initiative am Worcester Polytechnic Institute‘s Emergent Systems Labora- tory im Augenblick nicht nachvollziehbar, da man auf der Projekt-Homepage für nähere Informationen auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen wird.70 Interessant erscheint dieses Projekt aber im Hinblick auf die Integration seiner möglichen Er- gebnisse in Modelle wie GAMERA und AGORA/RETRO. Zuletzt soll das von Wieners (2008) in seiner Magisterarbeit vorgelegte TED En- hances Digitization Modell vorgestellt werden.71 68 Als erstes Projekt, das auf die Gemeinschaftsarbeit von Wissenschaftlern bei der Erstellung von Volltexten setzte, gilt das 1971 von Michael Hart initiierte „Gutenberg Projekt“: http://www.gutenberg.org/wiki/Main_Page und http://promo.net/pg/ history.html (25.02.2009). Hierbei geht es um die gemeinschaftliche Fehlerbehebung von mit dem FineReader XIX erstelleten Volltexten. Die „Rohdaten“ werden im Internet zur Verfügung gestellt und freiwillige Mitarbeiter übernehmen das Korrektur- lesen. Die korrigierten Fassungen finden dann Eingang in die „Gutenberg-Sammlung“, eine digitale Bibliothek mit Volltexten. 69 F. Carrera: Making History: an Emergent System for the Systematic Accrual of Transcriptions of Historic Manuscripts. In: Proceedings of the 2005 Eight International Conference on Document Analysis and Recognition (ICDAR 2005), S. 543–549. 70 http://www.wpi.edu/~carrera/escripts.html (20.01.2009) 71 Ich möchte an dieser Stelle Herrn Prof. Manfred Thaller für den Austausch zu dieser Problematik und Herrn Jan Gerrit Wieners für die Gestattung der Einsichtnahme in seine Magisterarbeit zu einem Zeitpunkt als diese noch nicht veröffentlicht war danken (Jan Gerrit Wieners: Zur Erweiterungsfähigkeit bestehender OCR Verfahren auf den Bereich extrem früher Drucke. Magisterarbeit, Fachbereich Historisch- Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung der Universität Köln, 2008. http://www.hki.uni-koeln.de/files/MA_wieners.pdf (18.03.2009)).
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