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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 6 619 geboten, um die übliche heterogene Nachweissituation der verschiedenen Me- dientypen soweit wie möglich aufzulösen. Das System verfolgt damit das Ziel, alle Bestände, die für Bremer Nutzer lokal vor Ort und extern verfügbar sind, in einem einzigen Retrievalsystem zur Verfügung zu stellen. In diesem von der Bibliothek kontrollierten Suchraum der Bremer E-LIB finden sich derzeit ca. 22 Mio. Nach- weise – davon sind 80% elektronische Volltexte. Die Nachweisbasis wird durch In- tegration weiterer Metadatensammlungen kontinuierlich erweitert. Die E-LIB Bre- men versteht sich gleichzeitig als Produktivsystem3 und Entwicklungsumgebung für neue Services zur Unterstützung von Retrievalvorgängen. Die eingesetzte Suchmaschinentechnik basiert auf einem lokal gepflegten Gesamtindex von he- terogenen, aggregierten Metadaten. Die Organisation dieser Daten erledigt das System CiXbase4, ein Rechercheassistent unter Nutzung computerlinguistischer Verfahren. CiXbase ist eine Weiterentwicklung aus dem OSIRIS-Projekt5 und wird nicht nur in Bremen, sondern u.a. auch in der Schweiz an der ETH Zürich (NEBIS) eingesetzt6. Typische Vorteile einer Suchmaschine unter Nutzung eines lokalen Gesamtindexes sind die hohe Antwortgeschwindigkeit7, die homogene Trefferpräsentation und eine ausgewogene Gewichtung aller Ressourcen. Die lokale Datensammlung er- öffnet darüber hinaus Möglichkeiten, die vorhandenen Nachweise als Wissens- basis für neue Verfahren der Treffermengenanalyse zu nutzen, die während der Suche auf der Menge der Resultate prozessiert werden können. Dazu gehören z.B. klassische Drill-Down-Techniken, die nachträglich eine formale und inhaltliche Filterung erzielter Treffersets erlauben und die bereits in vielen modernen Such- maschinen zum Standard gehören. Eine wichtige neue Strategie der E-LIB ist die kontextsensitive Unterstützung der Nutzerinnen und Nutzer durch verschiedene 3 Derzeit werden ca. 8.000 bis 13.000 Suchen täglich registriert, die von ca. 40.000 unterschiedlichen Rechnern im Monat durchgeführt werden (Stand April 2009). 4 CiXbase: http://cixbase.dyndns.org/CiXbase/cixdocs/ 5 Zillmann, Hartmut: Liber Quarterly 10, S. 335–341 (2000), http://webdoc.gwdg.de/edoc/aw/liber/lq-3-00/lq-3-00-s335b341.pdf 6 NEBIS ETH Zürich: http://www.nebis.ch/index_e.html CAMbase: Thomas Ostermann u.a. CAMbase – A XML-based bibliographical database on Complementary and Alternative Medicine (CAM) – Biomedical Digital Libraries, 4:2 / doi:10.1186/1742-5581-4-2 (2007) http://www.bio-diglib.com/content/pdf/1742-5581-4-2.pdf 7 Die Antwortzeiten vergleichbarer Systeme, die auf Metasuchtechniken nach dem Prinzip des “federated searching”, d.h. ohne Nutzung einer lokalen Indexbasis operieren, sind oft kritisch und in der Wahrnehmung der Kunden zu lang. Siehe auch: Rochkind, J, (Meta)search Like Google. The time has come for libraries, too, to negotiate for rights to index full text (2007) – Library Journal: http://www.libraryjournal.com/article/CA6413442.html
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