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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 6 617 wird mit ausgedehnten Öffnungszeiten eine erhebliche Belebung des Areals leis- ten. Damit wäre die Entscheidung, einen ZLB-Neubau in Tempelhof zu errichten, ein doppelter Gewinn: zum einen die Unterbringung der Bibliothek an einem ver- kehrsgünstig gelegenen Ort, zum anderen die Belebung des Entwicklungsgebiets Tempelhofer Feld mit einer interessanten Publikumsmischung. Gegenwärtig gibt es noch keine abschließenden Entscheidungen. Wir werden weiterhin für das Neubauprojekt werben, wie es auch der Regierende Bürger- meister seit einigen Wochen aktiv tut. Ein richtungsweisendes Ereignis könnten die parlamentarischen Haushaltsberatungen im Herbst 2009 sein; es wäre ein starkes Signal, wenn dort die Baumaßnahme bereits in den Landeshaushalt aufgenommen würde. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und großer Sparzwänge bleibt es natürlich spannend. Die Koalition wirbt aber mit dem Ar- gument, dass echte Kosten ohnehin erst ab Baubeginn anfallen würden – und der wäre nach momentaner Einschätzung der Senatskulturverwaltung und der Stadtentwicklung frühestens 2014. Außerdem wird nicht über Nacht gebaut, die Investitionen würden sich auf mehrere Jahre Bauzeit verteilen. Für Berlin wäre es eine symbolträchtige Entscheidung, sich anderen Großstädten weltweit an- zuschließen und der Öffentlichkeit einen solchen „Meeting place“, ein „House of town“ dieser Qualität für Kultur, Bildung und Ausbildung zu schenken. Eine Stadt mit dem Kreativpotenzial Berlins braucht eine solche „Mitte“ – und die kann die ZLB durch die Neuaufstellung ihrer Ressourcen mit einem Neubau gewiss bieten. Last but not least ist das Neubauvorhaben ein wichtiger und zugkräftiger Impuls, die Institution selbst gewaltig weiterzuentwickeln. Ein stärkeres Veränderungsar- gument kann es kaum geben.
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