Path:
Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Themen Bibliotheken 612 Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 6 Ein wichtiger Schritt nach der Aufforderung des Regierenden Bürgermeisters, ei- nen Masterplan zu erstellen, war ein Workshop zur baulichen Zukunft der ZLB. Die Einrichtung ist heute auf vier logistische Standorte verteilt: Die vergleichsweise große, aber aus acht Häusern heterogen zusammengestückelte und daher bau- lich sehr wirre Berliner Stadtbibliothek, die völlig unterdimensionierte und hoff- nungslos übernutzte Amerika-Gedenkbibliothek, die Senatsbibliothek im Ernst- Reuter-Haus und ein großes, nicht wirklich effizientes Außenmagazin gehören zur Dispositionsmasse. Was soll aus diesen unter dem Dach der Stiftung ZLB zusam- mengefassten Komplexen für eine Institution werden? Was genau soll sie leisten, was ist ihr Profil, gerade im Berliner Kontext? Wie sehen die Zielgruppen aus? Um den Bedarf für eine bauliche Lösung zu formulieren, war und ist es unabdingbar, sich diese strategischen und langzeitplanerischen Fragen zu stellen. Und davon ausgehend allmählich die Konturen einer Lösung sichtbar zu machen – einer Lö- sung, die zur ZLB und zu Berlin passt. Der dazu veranstaltete eintägige Workshop zur baulichen Zukunft der ZLB fand im Frühjahr 2008 statt. Die Teilnehmer waren, neben Mitgliedern von Stiftungsrat und Stiftungsbeirat: die Bibliotheksleitung, einige Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus, externe Berater (Bibliotheksbau- experten aus dem In- und Ausland), Vertreter der Senatskulturverwaltung und auch Bibliotheksnutzer. Das Ergebnis des Workshops war bemerkenswert: es war offensichtlich Konsens, dass eine Zukunftslösung mit einem Neubau das Optimum darstellt und dass dieser Bibliotheksneubau – als Ikone in der Stadt – auch ein wichtiges kultur- und bildungspolitisches Signal für Berlin und bundesweit wäre. Direkt aus der Veranstaltung ging ein 18-seitiges Masterplan-Papier hervor, das auch nach dem Workshop noch im Dialog mit der Senatskulturverwaltung stän- dig redaktionell überarbeitet wurde. Es bezieht Stellung zur Funktion der ZLB im Berliner Kontext, skizziert die Alleinstellungsmerkmale der Einrichtung und erläu- tert die Schwierigkeiten in den bestehenden Gebäuden, die zur dringenden Not- wendigkeit einer baulichen Lösung führen. Darüber hinaus wird der Bedarf von öffentlichen Bibliotheken im modernen Großstadtumfeld verständlich und weit- gehend „unbibliothekarisch“ erläutert, und die Anforderungen an zeitgemäße Bibliotheksinfrastrukturen (technisch, technologisch, räumlich) werden erklärt. Am Schluss präsentiert das Masterplan-Papier unter dem Stichwort „Rethinking ZLB“ die Vision einer Metropolenbibliothek für Berlin. Von eben dieser Text- unterlage haben wir eine Kurzfassung und eine Ultrakurzfassung mit statistischer Übersicht verfasst – für den Gebrauch im politischen Umfeld, um die wichtigsten Fakten auch gebündelt herausgeben zu können. Das ist ein äußerst nützliches und wichtiges Hilfsmittel, um bei Akteuren in Verwaltung und Politik schnell auf Informationsbedarf reagieren zu können. Die auf den Workshop folgenden Arbeitsschritte bauten entsprechend auf dem Neubauideal auf. Demnach war der Bedarf der gesamten Institution für ein neues
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.