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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Themen Benutzung 606 Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 6 Nutzungsdaten in der Praxis – Berichte aus Bibliotheken Michael Rieck (UB Potsdam) zeigte in seinem Vortrag „Statistikdaten im Alltag: Sammeln und Ansätze für die Evaluierung“ eindrücklich und nah am bibliotheka- rischen Alltag, wie aufwändig es für eine Bibliothek sein kann, lediglich den Über- blick zu behalten und die notwendigsten Anforderungen an statistische Auswer- tungen zu erfüllen. An der UB Potsdam werden alle Online-Produkte als Datenbanken betrachtet und sowohl im Katalog als auch im Datenbankinformationssystem (DBIS) nachgewie- sen. Die zentralen Informationen zu den Ressourcen werden in einer „Stammliste Datenbanken“ gepflegt. Halbjährlich erfolgt der Abruf der Statistikdaten, wobei die Rückmeldequote der Anbieter teilweise zu wünschen übrig lässt. Sortiert nach Produkten bzw. Anbietern werden die Daten abgespeichert. Zukünftig soll hier ein Wiki den allgemeinen Zugriff ermöglichen. Für die Auswertung werden die Daten in Jahresscheiben in einer Statistiktabelle eingetragen und primär als Grundlage für Erwerbungsentscheidungen verwen- det. Dafür werden die Kosten pro Zugriff/Abfrage als grobe Richtschnur herunter gebrochen, wobei als Vergleichsgröße die Subito-Kosten dienen können. Die Daten sind aber auch Grundlage für die Meldung an die Deutsche Bibliotheks- statistik (DBS) oder an den Bibliotheksindex. Rieck bewertet die DBS durchaus kri- tisch: So seien z.B. durch die DBS-typische Definition von Datenbanken aufwän- dige Nachbearbeitungen erforderlich. Es verwundert daher nicht, dass in der DBS oft geschätzte oder gerundete Zahlen auftauchen oder manche Felder gänzlich freigelassen werden. Aber auch wenn man sich mit der Auswertung der Daten und Begründung von Erwerbungsentscheidungen noch so viel Mühe gebe – schlussendlich stellen die Nutzungszahlen in einer Hochschule keine unumstößliche Maßgabe dar – der Wunsch eines Professors wiege schwerer als Nutzungszahlen. Für Ida-Maria Mäder (Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrich- tungen in Adlershof e.V.; IGAFA) spielen die Nutzungszahlen für die Kostenver- teilung eine Rolle. Die IGAFA setzt sich aus Forschungseinrichtungen zusammen, die aus den vereinigten Institutsbibliotheken der Akademie der Wissenschaften der DDR am Standort Adlershof hervorgegangen sind und die mittlerweile ver- schiedenen Wissenschaftsgemeinschaften angehören können (Helmholtz-Zen- tren, Leibniz- oder Fraunhofer-Institute). Acht der Institute beteiligen sich an der wissenschaftlichen Bibliothek (angesiedelt im Erwin Schrödinger-Zentrum der HU Berlin), wobei aus dem zentralen Bibliotheksetat Personal-, Infrastrukturkosten und Erwerbungsmittel bestritten werden. Wonach richtet man sich angesichts heterogener Institute bei der Kostenvertei- lung? In der Praxis haben sich zwei Messgrößen bewährt: die Zahl der wissen-
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