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Volume Heft 6

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Benutzung Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 6 595 Das WIBE-Fachkonzept empfiehlt zusätzlich die Durchführung der Nutzwertana- lyse, da in diese auch subjektive Faktoren einfließen, die Schwerpunktsetzungen im Verlaufe des Projektes erleichtern und begründen können. Hinzu kommt, dass die monetäre Analyse des PROFILE HU-Projektes auf Nutzungsannahmen basiert, die erst noch realisiert werden müssen. Sollten wider Erwarten die angestrebten Nutzungszahlen und/oder die Inanspruchnahme der Selbstbedienungsangebote nicht in dieser Größe umgesetzt werden können, so könnte man trotzdem auf den qualitativen Mehrwert der Durchführung des Projektes verweisen. Die monetäre Rentabilität des Projektes PROFILE HU muss sich hauptsächlich aus dem Grad der Automatisierung der Medienausleihe- und Rückgabe, d.h. der Übertragung dieser Routinearbeitsgänge auf den Nutzer ergeben. Da die Humboldt Universität keine Kosten- und Leistungsrechnung vornimmt, lie- gen keine genauen Kosten pro Buchausleihe und Rückgabe vor. Die Bezirke Berlins haben jedoch eine Kosten- und Leistungsrechnung und im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des analogen RFID-Projektes der Berliner Öffentlichen Bibliotheken wurde ermittelt, welche Teilvorgänge des Produkts Nr. 75476 „Entleihung“ mit Einführung der RFID-Technologie automa- tisiert werden5. Der Arbeitsvorgang in den Öffentlichen Bibliotheken ist in die- sem Fall vergleichbar, da auch dort über ein integriertes Bibliothekssystem eine automatische Medienverbuchung stattfindet und die Ausstattung mit Selbstver- buchungs- und Rückgabeautomaten für die Berliner Öffentlichen Bibliotheken in gleichem Umfang geplant werden wie für die wissenschaftlichen Bibliotheken der Humboldt-Universität. Damit liegt ein Kostenindikator für den Teilvorgang des zu automatisierenden Arbeitsganges Medienausleihe und -rückgabe vor, der für PROFILE HU übernommen werden konnte. Angenommen wurde eine 90%-ige Automatisierung der in allen HU-Bibliotheken vorgenommenen Medienausleihen und -rückgaben ohne Verlängerungen. Für die Bibliotheken, die in das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum einziehen und in dem Zusammenhang zur Ausleihbibliothek werden, mussten Ausleihzahlen angenommen werden. Da mit der Standortkonzentration und der Eröffnung der neuen Bibliotheken neue Fakten geschaffen werden, blieb der Bibliothek nichts anderes übrig, als mit Annahmen zu kalkulieren. Die Ergebnisse der erweiterten qualitativen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung lie- gen durchweg deutlich über den für die Durchführung des Projektes notwen- digen 50% und würden selbst bei nicht gegebener monetärer Wirtschaftlichkeit die Projektdurchführung nahelegen. 5 Rainer Sprengel: RFID-Prüfgutachten, Anhang S. 22f.
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