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Volume Heft 5

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 43.2009 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 5 515 • Faris Al-Saqqaf von der Allgemeinen Buchbehörde im Jemen beklagt den Analphabetismus im sowohl traditionellen Sinne wie im Bezug auf IT. Dieser stelle jedoch ein großes Problem in allen arabischen/islamischen Staaten dar. Die Einrichtung von Bibliotheken in Grundschule sei geplant und könne das Problem mildern. Die arabischen Staaten setzten auf das gedruckte Buch, dennoch werde die Digitalisierung gefördert. Ein weiteres Problem bestehe darin, dass sich viele historische Handschriften in Privatbesitz befänden oder in den verschiedenen Institutionen des Landes verstreut seien. • Brigitte Lange, für die SPD Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin, geht auf die bibliothekpolitischen Punkte ein, die in der Empfehlung der Enquete-Kom- mission „Kultur in Deutschland“ aufgeführt sind. In Berlin gebe es einen dra- matischen Schwund an Bibliotheken. Sie setze sich für ein Bibliotheksgesetz ein. Die Vermittlung von Informationskompetenz stelle eine große Herausfor- derung dar und sollte bereits im Kindergarten beginnen. Frage 2 „Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Politik und Bibliothek. Wie sieht es bei Ihnen aus?“ • Imad Hashem, Kulturministerium im Libanon: Das Kulturministerium besteht erst seit 1993. Die Kernfrage lautet: sollen die notdürftig errichteten Biblio- theken weiter entwickelt werden oder nicht. Ziel sei es, einen Mindeststan- dard für Bibliotheken zu erreichen und die Qualifizierung der MitarbeiterInnen sicher zu stellen. Die Kooperationen mit dem Bildungs- sowie Kultur- und Wis- senschaftsministerium laufe langsam an. Seit kurzem besäßen Bibliotheken und Medien eine besondere Aufmerksamkeit in der Informationspolitik des Landes. In diesem Zusammenhang solle auch die Errichtung privater Biblio- theken zugelassen werden. • Sami Batrawi vom Ministerium für Kultur und Kunst in den Palästinensischen Autonomiegebieten: Es seien sehr wenige Mittel vorhanden. Es gebe keine Haushaltsmittel – weder für ÖB noch WB. Das gelte übrigens auch für die Ge- hälter der MinisteriumsmitarbeiterInnen. • Hasna Askhita, Ministry of Presidential Affairs in Syrien: Die Zusammenarbeit mit Politikern, BibliothekarInnen und den Verbänden funktioniere ganz gut im Lande. Die wichtigsten Ziele seien Alphabetisierung, Einrichtung von Kin- derbibliotheken und Konsortienbildung mit Universitätsbibliotheken. • Faris Al-Saqqaf von der Allgemeine Buchbehörde im Jemen: „Library on the Agenda!“ gelte auch für sein Land. Der Koran werde allgemein „das Buch“ ge- nannt. Eine der Suren besagt „lies“. „Wenn es Probleme mit der Politik gibt, sagen wir, glaubt Ihr nicht, was im Buch steht.“ Es gibt einen Club der Buch- freunde, in dem Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Bibliotheken zur Förde- rung der Bibliotheken versammelt seien • Brigitte Lange, für die SPD Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin: Brigitte Lange und Claudia Lux kämpfen gemeinsam dafür, dass Bibliotheken auf die
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