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Volume Heft 2

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue43.2009 (Rights reserved)

Digitale Bibliothek Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 2 137 Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), referierte. Die 1970 gegründete ZB MED hält an ihren beiden Standorten in Köln und Bonn einen Bestand von ca. 1,3 Mio. Bänden, abonniert laufend 8.500, Zeitschriften und verfügt über einen Erwer- bungsetat von ca. 5 Mio. Euro (2008). 2007 wurden ca. 400.000 Bestellungen in Fernleihe und Dokumentenlieferdienst erledigt, wobei aufgrund des neuen, mit Januar 2008 in Kraft getretenen Urheberrechtsgesetzes für 2008 ein Rückgang von ca. 30% zu erwarten ist. Neben den traditionellen Bibliotheksaufgaben betreibt die ZB MED, die sich alle drei bis sieben Jahre einer Evaluierung stellen muss, laufend innovative Projekte. In diesem Zusammenhang ist auch die führende Rolle der ZB MED für Open Ac- cess Publishing in der Medizin anzuführen. Am 1. Juli 2003 wurde German Medi- cal Science (GMS) als DFG-gefördertes Projekt gestartet. Betrieben wird GMS in Kooperation von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die 150.000 Mitglieder in 153 Fachgesellschaften re- präsentieren, vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Infor- mation (DIMDI), bei GMS für die Infrastruktur zuständig, sowie von der ZB MED, zuständig für Projektleitung, Marketing und Redaktion. Die Kostendeckung von GMS durch finanzielle Beiträge der beteiligten Fachgesellschaften liegt derzeit, laut KORWITZ, bei ca. 30%; die ZB MED wird aber auch weiterhin GMS durch die Bereitstellung von Infrastruktur unterstützen. GMS gliedert sich in die Hauptzeitschrift German Medical Science, die seit 2008 in Medline indexiert wird, in 13 Fachzeitschriften und ein Konferenz-Portal. Pro Mo- nat verzeichnet die Publikationsplattform GMS ca. 600.000 Zugriffe. Als Erfolgs- faktoren nannte Korwitz das strenge Peer Review-Verfahren, die hohe Publikati- onsqualität, die Zuverlässigkeit von Redaktion und Technik, die Schnelligkeit der Publikation (im Mittel sechs Wochen) und die besondere Attraktivität, Kongresse im Rahmen des Konferenz-Portals von GMS zu publizieren. In Zukunft wird GMS auch die Möglichkeit anbieten, Forschungsdaten als Teil von GMS zu publizieren und zu archivieren. Geplant ist es, Bilder, Videos und Audioda- teien als Supplemente zur Verfügung zu stellen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die beiden Satellitenkonferenzen von Berlin 6 die Möglichkeit geboten haben, sich am Beispiel der zwei Aushänge- schilder DiPP NRW und GMS einen Überblick über den aktuellen Status von Open Access Publishing in Deutschland – fünf Jahre nach der Berliner Erklärung – zu verschaffen. Aus der Fülle der Vorträge und Gesprächskontakte konnte der Berichterstatter fol- gendes Resümee ziehen: • Verstärkt hat sich der Eindruck, dass Open Access Publishing nach wie vor von einer Kerngruppe aus Institutionen und Personen getragen wird, die sich als Projektbetreiber, Kongressveranstalter, Sponsor oder Vortragende betätigen.
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