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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue43.2009 (Rights reserved)

Notizen 1052 Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 10 Annelen Ottermann, M.A., die Leiterin der Abteilung Handschriften, Alte Drucke, Rara, Bestandserhaltung der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz, die inzwi- schen gewählte Vorsitzende der AG ist. Der unter dem Titel „Gebrauchsspuren in Büchern – Leseübungen für Altbestandsbibliothekare“ angekündigte Kurs war schon kurz nach Anmeldebeginn ausgebucht. Am 12. und 13. Mai 2009 fand die Veranstaltung im Schulungsraum der Universi- tätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt statt. Wie weit das Spek- trum der Interessenten tatsächlich reicht, zeigen die vierzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zwar überwiegend in Bibliotheken, aber auch in Museen und anderen Forschungseinrichtungen tätig sind. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Dozenten führte Dr. Matthias Jehn am ersten Tag zunächst ausführlich in die Geschichte der Schrift und die Entwicklung der vielfältigen Schriftarten ein und kommentierte die einschlägige Literatur zum Thema. Dabei kamen grundlegende Werke der Paläographie zur Sprache, aber auch Handbücher zur Zeitberechnung oder Auflösung von Abkürzungen, etwa von Maß-, Münz- oder Gewichtseinheiten. Es schloss sich eine intensive Textarbeit mit der gesamten Gruppe an, für die der Referent instruktive Handschriftenbei- spiele in deutscher und lateinischer Sprache aus verschiedenen Jahrhunderten und unterschiedlichen Kontexten ausgewählt hatte. Um die einzelnen Stücke auch später noch intensiver studieren zu können, erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss Musterlösungen. Am zweiten Tag vertiefte Annelen Ottermann, M.A., die erworbenen Kenntnisse. Sie schärfte anhand exemplarischer Digitalisate von handschriftlichen Provenienzeinträgen, die sich in Bänden der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz befinden, den Blick für den Aufbau der meist kurzen Passagen, insbesondere für sich wiederholende Phrasen lateinischer Einträge. Ihren Schwerpunkt legte die Referentin dabei auf Schriftarten der Frü- hen Neuzeit aus mehreren Ordensbibliotheken. In kleineren Gruppen, aufgeteilt nach Schwierigkeitsgraden, konnte das vermittelte Wissen dann anhand weiterer Originaleinträge in der Praxis ausführlich erprobt werden. Da es sich um die erste Veranstaltung dieses Typs überhaupt handelte, waren sich Dozenten und Kursteilnehmer darin einig, dass sie alle für die jeweils eigene Arbeit viel voneinander gelernt haben. Aufgrund der starken Nachfrage wird die Veranstaltung im Frühjahr 2010 erneut angeboten und um ein gleichzeitig statt- findendes Aufbauseminar ergänzt, das sich Spezialfragen zuwendet. Dr. Olaf Schneider (Universitätsbibliothek Gießen)
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