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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue43.2009 (Rights reserved)

Erschließung Themen Bibliotheksdienst 43. Jg. (2009), H. 10 1003 Iran, haben großes Interesse daran, das Internet stärker zu regulieren. Die Stimme der Bibliotheken wird auch auf den nächsten Treffen des IGF zu hören sein. Die United Nations Group for the Information Society (UNGIS) hat für Oktober 2009 Konsultationen über die Finanzierung der WSIS-Ziele angesetzt: ein wichtiger Ter- min für IFLA. Der Ausbau moderner Informationsinfrastrukturen ist aufwändig. Innovative Ideen wie die Nutzung von Open-Source-Software und Sonnenener- gie für bezahlbare Internet-Zugänge sind nötig und werden in Kooperation mit Firmen wie IBM entwickelt. Diese haben ein direktes Interesse daran, Menschen an moderne Informationstechnologien heranzuführen. Bibliotheken vermitteln Kompetenzen für den sinnvollen Umgang mit dieser Technik. Also sollten Regie- rungen und Geldgeber auch in Bibliotheken investieren. Das gilt keineswegs nur für Entwicklungsländer: auch in Europa ist der Zugang zum Wissen noch nicht für alle verwirklicht. Neuer inhaltlicher Fokus der IFLA-Lobbyarbeit ist „Information and Commu- nication Technologies for Development“ (ICT4D), also Informations- und Kom- munikationstechnologie für Entwicklung. Der Begriff stammt aus der Entwick- lungszusammenarbeit und bündelt eine Vielzahl von Projekten und Akteuren. ICT4D-Initiativen wie Telecenter arbeiten punktuell mit Bibliotheken zusammen, aber es gibt bisher keine systematische Kooperation und keine gemeinsame Lobby- arbeit auf der politischen Ebene. Während der Konferenz in Mailand gab es ein erstes Arbeitstreffen zwischen den Vertretern von ICT4D-Projekten und Bibliothe- karen. Es werden konkrete Aktionslinien entwickelt, von denen auf dem Leipziger Bibliothekskongress zu berichten sein wird. Die neue IFLA-Präsidentin Ellen Tise ist ebenso überzeugt von der Arbeit der Gruppe wie es Claudia Lux in den letzten Jahren war. Die Gruppe wird ihre Arbeit fortführen und die neue IFLA-Website noch besser für die Kommunikation mit IFLA-Mitgliedern nutzen. Division IV Bibliographic Control Das Open Programme der Division IV hat sich dieses Mal auf „New bibliographic control principles and guidelines“ konzentriert und dabei die erfolgreiche Ent- wicklung mehrerer Standards gewürdigt. Barbara Tillett konnte mit den Teilneh- mern „Mission accomplished – the new IFLA International Cataloguing Principles“ feiern. In den Jahren 2003 bis 2007 haben im Vorfeld der jährlichen IFLA-Konfe- renzen die IFLA Meetings of Experts on an International Cataloguing Code (IME ICC) stattgefunden. Ziel dieser Konferenzen war es, neue internationale Katalogisie- rungsprinzipien zu entwickeln, die die Paris Principles aus dem Jahr 1961 ablösen. Im Mittelpunkt der Erschließung sollte dabei die Orientierung an den Bedürfnis- sen der Nutzer stehen. Die innerhalb der IFLA erarbeiteten Modelle der „Functio- nal Requirements for Bibliographic Records“ (FRBR) und der „Functional Require-
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