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Volume Heft 10

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Bibliotheken Themen Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 10 983 tungsschritte übernehmen, der andere, sie weitestgehend in die bestehenden Geschäftsgänge und Verantwortlichkeiten einzugliedern. Die erste Methode wird derzeit im LBZ praktiziert. Eine Abschätzung des Personalbedarfs für das neue Sammelgut ist weiterhin schwierig, zumal bisher kaum Erfahrungen mit Verlagspublikationen vorliegen. Im Bereich der freien Internetpublikationen ist der Aufwand – durch entsprechende Auswahlkriterien – für die Bibliotheken bis zu einem gewissen Grad steuerbar. Um eine „kritische Masse“ an archivierten Netzpublikationen erreichen und den Benutzern einen attraktiven Datenpool anbieten zu können, sollte jedoch in der Anfangsphase mindestens 0,5 bis 1 Personalstelle pro Bibliothek (und mittelfristig eher noch mehr) einkalkuliert werden. Umso wichtiger ist es, die gewaltige Aufgabe der Archivierung von Netzpublika- tionen kooperativ und arbeitsteilig anzugehen. Ausblick: Die Notwendigkeit von Kooperationen Für die zweite Jahreshälfte 2008 ist eine Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfäl- zischen Landeshauptarchiv geplant, um bei der Sammlung von Amtsdruckschrif- ten in unkörperlicher Form künftig arbeitsteilig vorgehen zu können. Kooperationen im bibliothekarischen Umfeld begleiten das edoweb seit seiner Gründung: So haben im September 2008 neuerliche Gespräche zwischen der DNB und der AG Regionalbibliotheken stattgefunden, um die Sammlungspolitik des Bundes und der Länder zu koordinieren sowie Konzepte zum gegenseitigen Daten- und Objekttausch zu entwickeln. Allerdings ist mit dem Abspeichern von Netzpublikationen in edoweb nur der ers- te Schritt getan: Gesichert ist damit die aktuelle Benutzung der Ressource, auch wenn der Anbieter sie wieder vom Netz nimmt oder verlagert. Die eigentliche Langzeitverfügbarkeit über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg kann jedoch nur über Methoden wie Emulation und Migration erreicht werden, wofür entspre- chende Systeme erst aufgebaut werden müssen.21 Zur Steuerung der einzelnen Archivierungsschritte werden diese dann auf die bereits jetzt erfassten tech- nischen Metadaten zurückgreifen. Das HBZ erarbeitet momentan eine Strategie, wie die Aufgabe – eventuell zusammen mit weiteren technischen Partnern – in pragmatischen Schritten angegangen werden kann. Nicht zuletzt an den Kosten für die Langzeitarchivierung und der Bereitschaft der Unterhaltsträger, diese als unerlässliche Größe für die Bewahrung des kulturellen Erbes zu akzeptieren, wird sich entscheiden, in welchem Umfang und welcher Tiefe zukünftig Netzpublikationen von Bibliotheken gesammelt und erhalten werden. 21 Als Beispiel für ein Projekt in diesem Bereich sei KOPAL (Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs Digitaler Informationen) genannt. http://kopal.langzeitarchivierung.de.
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