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Volume Heft 1

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Notizen  Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 1 Repositorien (Self-Archiving) abzulegen. Hier muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, gerade im Bereich der Medizin: man muss Forschern bewusst machen, dass auch bei Open-Access-Zeitschriften „Peer-Reviewing“ stattfindet und immer mehr Open-Access-Artikel in Datenbanken erschlossen und gefunden werden können. Wenn man diese Bewegung unterstützt, gibt es nur Gewinner – die Institutionen verschaffen sich und ihren Autoren höhere Sichtbarkeit und Renommee, sie fördern die Forschung, indem sie anderen Forschern kostenlosen Zugang zur wissenschaftlichen Literatur ermöglichen und sie sorgen durch ihren Beitrag dafür, dass mit der Zeit die Zeitschriftenabonnementpreise gesenkt wer- den – was schließlich auch zur Entlastung des Bibliotheksbudget führen müsste. Aber auch die Bibliothek hat die Aufgabe, aktiv Werbung für Open Access Publi- shing zu machen und die Wissenschaftler fachkundig zu beraten. Zum Schluss der Tagung gab Ulrich Korwitz von der Deutsche Zentralbibliothek für Medizin die mit Spannung erwarteten Neuigkeiten zur Änderung des Urhe- berrechts bekannt, die am 1. Januar 2008 in Kraft tritt. Er schickte voraus, dass eine deutliche Verteuerung der Informationsversorgung zu erwarten sei. Die wichtigste Änderung für Bibliotheken: eine elektronische Dokumentlieferung ist nicht erlaubt, wenn der Verlag ein entsprechendes Pay-per-View-Angebot anbietet. Der Post- und Faxversand (auch per Digitalfax) wird weiterhin gestat- tet sein. Es besteht die große Gefahr, dass der Dokumentlieferdienst in die graue Vorzeit des konventionellen Leihverkehrsystems, sprich der klassischen Fernleihe, zurückgeworfen wird. Diesen neuen, raueren Verhältnissen muss sich die Biblio- thek stellen: Der Lizenzerwerb muss z.B. über Konsortien weiter ausgebaut und die Verbreitung der Open-Access-Initiative vorangetrieben werden, um ein noch breiteres Angebot an digitalen Texten zu gewährleisten. Es gibt aber auch ein paar Lichtblicke. Erfreulicherweise ist auch weiterhin mit der Erweiterung der DFG Nationallizenzen (z.B. im Bereich Medizin) zu rechnen. Zudem verhandelt subito momentan über die Möglichkeit der elektronischen Belieferung von Bibliotheken und Universitätsangehörigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier sind innovative Schritte gefordert, denn trotz dunkel verhangenem Himmel stehen die Zeichen klar auf Handeln und Fortentwicklung: auf zum Web 2.0! Alison Hayworth (Kommunikations- und Informationszentrum der Universität Ulm)
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