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Volume Heft 7

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 42.2008 (Rights reserved)

Notizen 766 Bibliotheksdienst 42. Jg. (2008), H. 7 es sich um eine – gegenwärtig noch bescheidene – Sammlung von digitalisierten Werken zu Rheinland-Pfalz oder aus rheinland-pfälzischen Bibliotheken. In Sach- sen sind zahlreiche Saxonia digitalisiert und ins Netz gestellt worden; dazu zählt auch ein Teil der Landtagsprotokolle, deren umfassende und flächendeckende Digitalisierung die Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken zu einem Ge- meinschaftsunternehmen machen möchte. 4. Die Vernetzung von Bibliographien, retrodigitalisierten Quellen und weiteren elektronischen Ressourcen geschieht zunehmend in landeskundlichen Portalen, für die neben der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) das Landesgeschicht- liche Informationssystem Hessen (Lagis) oder Sachsen.digital – die interdisziplinäre Wissensplattform zur Geschichte, Kultur und Landeskunde Sachsens Beispiele sind. Die Landesbibliographien und ihre Zusatzangebote bieten sich als zentrale Be- standteile dieser Portale an, insbesondere auch für den biographischen Suchein- stieg. Da jedoch die Portale nicht immer von Bibliotheken bzw. Bibliothekaren konzipiert und aufgebaut werden, besteht die Gefahr, dass die vorhandenen Lan- desbibliographien übersehen werden oder dass parallele bibliographische Da- tenbanken aufgebaut werden, mithin also Doppelarbeit geleistet wird. Wie real diese Gefahr ist, ließ sich während der Tagung der Arbeitsgemeinschaft landes- geschichtliche und landeskundliche Internet-Portale am 6./7. Mai 2008 in Münster erkennen, auf der über neue Entwicklungen in den Regionen und Ländern berich- tet wurde. So findet etwa der Benutzer von Lagis zwar einen Link zur Hessischen Bibliographie; bibliographischer Bestandteil des Portals ist jedoch eine von den Mitarbeitern des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde un- terhaltene eigene Literaturdatenbank. Auch andere Portale ließen sich durch Schnittstellen zur jeweiligen Landesbibliographie ergänzen. Lässt sich aus dem hessischen Beispiel schlussfolgern, dass die Landesbiblio- graphien aufgrund ihres universalen und umfassenden Sammeleifers zu „Ge- mischtwarenläden“ (Marianne Dörr) geworden sind, die den Fachwissenschaftler abschrecken? Die Mitglieder der Arbeitsgruppe vertreten demgegenüber die Meinung, dass die Landesbibliographien mit ihrem Anspruch, alle Fachgebiete und Lebensbereiche abzudecken und (innerhalb definierter Grenzen) alle Litera- turgattungen und Medienarten zu berücksichtigen, grundsätzlich den richtigen Weg eingeschlagen haben. Allerdings sind, zumal angesichts wachsender Daten- mengen, adäquate Rechercheinstrumente und fein-strukturierte Filter zu entwi- ckeln, um spezifische Anfragen zielgenau beantworten zu können. Es stellt sich sogar die Frage, ob künftig nicht wieder qualitative Gesichtspunkte als Selekti- onskriterien zwar nicht in die Materialsammlung, wohl aber in die Recherche ein- geführt werden sollten. Wie solche Relevanzmerkmale aussehen könnten, bleibt freilich ein Problem, für das noch eine Lösung zu suchen ist. Vorübergehend ließe
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